Dreamcatcher (2003)

Dreamcatcher (2003)

Oder: Träume sind Schäume!

Dreamcatcher

Ein Hundskerl!

Henry (Thomas Jane), "Beaver" (Jason Lee) und ihre beiden Freunde Jonesy und Pete machen wie jedes Jahr einen gemeinsamen Jagdausflug in den Wäldern von Maine. Seit früher Kindheit sind die vier Kumpels und haben inzwischen zwar ihre eigenen Leben und Probleme, verbringen aber jedes Jahr diese eine Woche zusammen. Denn als sie in ihrer Kindheit den geistig zurückgebliebenen Duddits (Donnie Wahlberg) vor Schlägern retteten, ist nichts mehr so wie es war. Die Freunde haben Duddits's Gabe zur Telepathie übernommen. Wie sich aber herausgestellt hat, ist diese Gabe allerdings eher ein Fluch für die vier.

Dreamcatcher

Spann...ung

Als sie dieses Jahr in ihrer Hütte sitzen und sich über ihren Fluch Gedanken machen, taucht ein verstörter Jäger auf. Der Mann ist von einer ausserirdischen Lebensform befallen und ihm auf der Spur ist das amerikanische Militär unter dem Kommando des kompromisslosen Colonel's Curtis (Morgan Freeman). Und sein Job ist es, diese Aliens, die sich in die Körper der Menschen fressen, zu zerstören.

Die vier Freunde sind in grösster Gefahr, denn es gilt nun, sich gegen das nahende Militär zu wehren und sich natürlich nicht von den Aliens kontrollieren zu lassen. Dass die Aliens von einem der Freunde Besitz ergreift, macht die Sache nur komplizierter und aussichtloser. Zur falschen Zeit, am falschen Ort...


DVD-Rating

Ich bin ein Lawrence Kasdan Fan! Ob seine bildstarken Western Silverado, Wyatt Earp oder sein episodenhaftes L.A.-Drama Grand Canyon, Kasdans visuell packender Stil fasziniert mich einfach. Über Dreamcatcher ist nun schon so einiges geschrieben und gesagt worden, die Erwartungshaltung wurde demnach bei mir kräftig nach unten geschraubt, *dreh*, und siehe da, überraschenderweise hat mich der Film in seinen ersten gut 45 Minuten wirklich packen können, die tiefverschneiten Bilder sind stimmungsvoll und Spannung wie auch Neugierde, wie es weiter geht, kamen auf. Nun aber hat der Film doch zu kämpfen, allen voran mit dem militärisch behafteten Nebenhandlungsstrang und einer der grauenvollsten Leistungen, die ich von Morgan Freeman je gesehen habe. Die Erzählstruktur bricht meist beim Umschnitt auf die Armeeszenen zusammen, eigentlich gäbe es genügend Erklärungsbedarf in der Hauptstory und man hätte sich besser auf diese konzentriert. Die kurze Aufklärung hinsichtlich Jonesy's "Erinnerungslager" (Damian Lewis, Band of Brothers, mit einer ganz tollen Leistung), geht ziemlich unter, während Stephen King im Buch dafür unzählige Seiten verwendet. Aber ich will den alten Buch/Film-Vergleich gar nicht weiter bemühen, denn auch die Vorlage selber ist nicht das Gelbe vom Ei.

Sicher zeigt auch Dreamcatcher typische King-Elemente wie die Jugenderinnerungen, die Gruppendynamik, einen Sonderling und ein bisschen Blut hie und da. Schade einfach, dass der Film gerade zum Schluss einen komischen Dreh ins Monsterfilmfach unternimmt und für den ein oder anderen komischen Aspekt, wohl eher ungewollt, sorgt. Auch Duddits vermochte mich in seiner erwachsenen Form nicht wirklich zu überzeugen. Dennoch bleibt für mich die Tatsache, dass Dreamcatcher durchaus einen sehr unterhaltsamen Wert besitzt und in der richtigen Stimmung geschaut, wirklich auch ein bisschen Filmspass besitzt, verpatztes Ende hin, unfreiwillige Komik her - und von den Fehlbesetzungen Freeman und Thomas Jane (als der Psychiater) und anderen kleinen Konzeptlosigkeiten abgesehen.

Wer sich schon zuhauf über "The End" zu beschweren wusste, sollte sich mal das zusätzliche "Originale Ende" in der Special Features-Sektion ansehen. Es geht also noch schlimmer! Die entfallenen Szenen sind erschreckend: man schaue sich insbesondere die Letzte an, in der Duddits plötzlich in klarstem Englisch spricht um dann sofort wieder in sein Genuschel zu verfallen. Unglaublich. Der Rest ist nichts besonderes, ein kurzes Interview mit Stephen King und wenig augenfälliges aus der Effektesparte. Bildmässig ist die DVD top, kristallklar, gestochen scharf und mit zum besten gehörend, was in letzter Zeit auf die Scheibe transferiert worden ist.

2.8 Sterne 4.0 Sterne
2.8 Sterne (100 Bewertungen) | 6 Kommentare

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12.01.2004 / muri (Inhalt), pb (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 12.12.2003

  • Bildformat: 2.40:1 (16:9)
  • Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch
  • Extras: Dreamwriter - Interview mit Stephen King; Dreamweavers - Die visuellen Effekte; Das Original-Ende und nicht verwendete Szenen; Trailer; weitere Specials für PC mit DVD-Laufwerk.