Dot the I (2003)

Dot the I (2003)

Oder: Wie die "Liebe" so mit einem spielt...

Dot the I

Der Kuss mit Folgen

Nach grosser Enttäschung in der Liebe findet die Madrilenin Carmen Sicherheit und Zuflucht beim reichgeborenen Barnaby in England. Barnaby sorgt gut für sie und würde sie gerne heiraten. Carmen willigt ein. Doch der Polterabend in einem französischen Restaurant stellt alles auf den Kopf. Gemäss französischer Tradition (stimmt das?) muss Carmen vor der Eheschliessung ein letztes Mal einen Fremden küssen. Kit, welcher am selben Tisch bietet sich geradezu an. Die beiden küssen sich. Lang. Sie können kaum von einander lassen. Ein Kuss mit Folgen.

Dot the I

Ist nur für das Ferienvideo. Ich mach keinen Film draus, ehrlich...

Kit muss Carmen wieder sehen. Er findet sie bei der Arbeit am Burger brutzeln. Nach etwas Flehen auf den Knien schafft es Kit ein Date zu erhaschen und nach einem abenteuerlichen Date (abenteuerlich im herkömmlichen Sinn), weiss Kit: Carmen darf nicht Barnaby heiraten. Er beschliesst alles zu versuchen die Heirat zu verhindern.

Doch Carmen wird nicht nur von Kit begehrt. Sie glaubt verfolgt zu werden und befürchtet ihr gewalttätiger Ex-Freund habe sie in London aufgespürt und sei hinter ihr her. Können die beiden Herren sie beschützen? Und für wen wird sie sich entscheiden? Das sind Fragen die man sich allenfalls während der ersten Hälfte des Filmes noch stellt. Dann fängts erst richtig an.


Kinofilm-Rating

Toll! Ich wurde mal wieder völlig überrascht. So macht's Spass! Matthew Parkhill ist ein Siebensiech. Seinen ersten Film hat er selbst geschrieben und auch noch gleich selbst Regie geführt. Was dabei herausgekommen ist kann sich sehen lassen.

Gael García Bernal (Amores Perros, El Crimen Del Padro Amaro und neu: La Mala Educación), Shootingstar aus Mexico, wird seinem Ruf gerecht. Gut, an sein Lächeln muss man sich vielleicht erst mal gewöhnen (und man sieht es oft). Dann aber lohnt es sich ihm bei der Arbeit zuzuschauen. Und dann Natalia Verbeke. Bei ihr lohnt es sich mindestens genauso, wenn nicht noch mehr. Und das nicht nur wegen ihrem guten Aussehen. Sie spielt Carmen mit viel Temperament. Mal stark und frech, mal gefühlvoll und verletzlich. Sehenswert.

James D'Arcy (Master and Commander). Spielt gleich zwei Charakteren. Und die sind recht gegensätzlich. Bemerkenswert.

Unterschiedliche Charakteren im selben Film spielen und das ohne Masken (Nutty Professor oder bald: (T)Raumschiff Surprise) ist ne echte Herausforderung, denk ich mal. Filme in denen Schauspieler das auch gemacht haben, kommen mir grad folgende zwei in den Sinn: The Man With The Iron Mask (Leonardo DiCaprio) und noch viel besser, dafür nur kurz, Coffee And Cigarettes (unvergleichlich: Cate Blanchett).

Und dann hat da noch jemand mitgemacht den Herr/Frau Trekkie vielleicht kennt: Tom Hardy aka Shinzon (Star Trek: Nemesis). Dessen Rolle kommt erst am Schluss zum Zug, aber auch da darf er nicht so richtig zeigen, was er drauf hat.

Also ich wurde von dem Film durchwegs positiv überrascht. Möcht ihn gleich nochmal schauen. Die Schauspieler haben mir sehr gut gefallen, die Atmosphäre noch besser und die Idee für die Geschichte ist toll. Nichts, was es nicht schon ähnlich gegeben hätte, aber die Umsetzung stimmt einfach.

4.5 Sterne
4.5 Sterne (14 Bewertungen) | 1 Kommentar

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15.06.2004 / pf