Le Divorce (2003)
Eine Affäre in Paris
Le Divorce (2003) Eine Affäre in Paris
Oder: Le Chabis
Die US-Amerikanerin Isabel (Kate Hudson) reist nach Paris um ihre schwangere Schwester Roxeanne (Naomi Watts) zu besuchen. Gerade als Isabel ankommt wird Roxeanne von ihrem französischen Ehegatten Charles-Henri verlassen. Eine junge Russin, die aber ebenfalls noch verheiratet ist, hat es ihm angetan. Alors, ist le divorce unausweichlich. Doch immerhin kann Roxeanne nun auf den Trost ihrer angereisten Schwester hoffen, oder? Nein, diese hat etwas viel besseres vor.
Sie beginnt nämlich eine Affäre mit dem französischen, rechtslastigen Diplomaten Edgar (Thierry Lhermite) der, wenn man sein Alter betrachtet, ihr Vater sein könnte. Das ist er jedoch nicht. Er ist nur der Onkel von Charles-Henri, Roxeannes Noch-Ehemann, was bereits kompliziert genug ist. Währenddessen streiten sich die beiden Familien des zerbrechenden Paares um ein Wertvolles Bild, wenn es denn tatsächlich echt wäre, welches Roxeane in die Ehe mitgebracht hatte. Tja, "Money makes the World go 'round".
Als ob das alles nicht schon genug wäre, meldet sich auch noch der Ehemann von Charles-Henris neuer Flamme (Matthew Modine auf eher gewaltsame Weise. Der scheint psychisch labil zu sein und würde buchstäblich über Leichen gehen, um seine Liebste wiederzugewinnen. Das Ganze droht zu eskalieren. Können sich die jungen Amerikanerinen noch relativ unbeschadet aus dieser Affäre ziehen? Oder ist das Familienglück ein für allemal verloren?
DVD-Rating
Nur schlechte Kritiken konnte ich lesen, bevor ich die DVD dann entsprechend erwartungslos und ohne grosse Vorfreude visionierte. Im Grunde genommen kann ich mich diesen harschen Urteilen anschliessen, doch dennoch möchte ich erst die mir postiv aufgefallenen Aspekte auflisten.
Da wäre einmal die Besetzung, die besser wohl nicht hätte sein können. Naomi Watts und Kate Hudson könnnten tatsächlich Schwestern sein und auch der Rest der Darsteller, französisch und amerikanisch, sind top. So ist zum Beispiel Glenn Close in einer viel zu kleinen Rolle zu sehen. Ich war bereits mehrmals als Tourist in Paris und so weckte der Film einige Erinnerungen. Ja, eine regelrechte Führung wird hier geboten. Die Sehenswürdigkeiten der Französischen Metropole an der Seine werden stimmig in Szene gesetzt. So sind zum Beispiel der Jardin du Luxembourg und natürlich der Eiffelturm wichtige Handlungsschauplätze.
Die meisten Pluspunkte gehen an Kamera, Kostüm- und Produktionsdesign. Vor allem letzteres konnte mich begeistern. Die Farbpalette des Filmes ist wurde wunderbar ausgearbeitet und passt sich sogar den Kostümen an. Die meist matten Farben passen perfekt zum High-Soiciety Milieu, in dem sich die Geschiche
Doch wie spannend kann ein Film um das französische Eherecht und die Bildauthentifikation sein? Ich denke, die Antwort liegt auf der Hand. Doch es ist nicht nur die eindeutig etwas uninteressante Handlung, die Le Divorce zu "Le Chabis" machen, sondern vor allem die Figuren, deren Leben wir hier beobachten dürfen. Salopp ausgedrückt waren für mich alle Figuren egoistische, arrogante, elitäre, dekadente Snobs. Und mit diesen Leuten 117 Min. zu verbringen, ist nicht gerade meine Vorstellung eines netten Abends. Dadurch war mir auch das Schicksal der Figuren egal.
Ein Trost, dass die Qualität der DVD keine Mängel aufweist. So sind Bild und Tonqualität sogar exzellent. Die Vorab-DVD, die ich geschickt bekommen habe enthält keine Special Features. Auch gut, so nir den schön gemachten, aber uninteressanten Film zu Gemüte führen. Und doch: Welches Werk enthält schon eine grottenschlecht animierte CGI-Handtasche?
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2.0 Sterne (11 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 17.11.2003
- Bildformat: 1.85:1
- Sprachen: Englisch, Deutsch 5.1
- Untertitel: Englisch, Deutsch




