Daybreak - Om jag vänder mig om (2003)
Morgengrauen
Daybreak - Om jag vänder mig om (2003) Morgengrauen
Oder: lange Abende
Die Familie von Agnes (Pernilla August) und Rickard (Jacob Eklund) ziehen in eine neue Stadt. An seinem letzten Arbeitstag in der bisherigen Klinik eröffnet ihm sein Vorgesetzter, dass ein anderer seine neue Stelle erhält. Rickard tröstet sich bei seiner Geliebten, und kehrt - als wär alles in Ordnung - zu seiner Frau zurück. Beim abendlichen Dinner mit ihren beiden besten Freunden eskaliert die Lage...
Anders (Magnus Krepper) ist Maurer. Um seine Familie ernähren zu können, arbeitet er nebenbei noch schwarz. Obwohl er jedoch beinahe rund um die Uhr Jobs ausführt, klappt nichts wie es sollte - zu oft wird er übers Ohr gehauen. Seine Frau Mona (Marika Lindström) stellt ihm ein Ultimatum. Doch an diesem Abend erhält er einen Auftrag, dem er nicht widerstehen kann...
Anita (Ann Petrén) hat ihren Ex-Mann Olof (Peter Andersson) lange nicht mehr gesehen. Etliche Jahre sind nach ihrer Scheidung vergangen, Jahre, in denen sich die Arbeitslose mit Medikamenten-Dealerei über die Runden geholfen hat. Plötzlich und unerwartet bietet sich ihr die Gelegenheit, Olof zu sehen und endlich ein paar Antworten auf ihre Fragen zu erhalten...
Kinofilm-Rating
Regisseur Björn Runge zeigt uns in seinem neuesten Film Daybreak nicht eine, sondern gleich drei voneinander inhaltlich unabhängige Geschichten. Und doch, obwohl die Geschichten eigentlich nichts miteinander zu tun haben, hinterlassen sie zusammen einen beklemmenden und gleichzeitig befreienden Eindruck:
In allen Erzählungen beginnt der Tag wie jeder andere im Leben der Hauptdarsteller, und doch geraten alle gegen Abend aus den gewohnten Bahnen aus. Da ist der Chirurg, dessen scheinbar makelloses Leben in Brüchen geht. Da ist der Maurer, der bei einem äusserst komischen Einsatz plötzlich ganz neue Lebenseindrücke erhält. Da ist aber auch die ältere, geschiedene Frau, die so nicht mehr weiterkann und darum die Gelegenheit packt, mit ihrem Ex-Mann abzurechnen... Alle drei Geschichten beschreiben das Zerstören eines zum Alltag gewordenen Lebens an einem einzigen Abend. Und doch, die tragischen Geschichten zeigen es alle - am Schluss obsiegt die Liebe über den Zwist, über die Depression und Niederlage.
Daybreak ist einem rasanten Tempo gedreht, die Schauspieler kommen ehrlich und frisch daher. Einzelne Stellen wirken aber überspielt und leider zu laienhaft. Das schadet dem Film aber nur wenig, schlussendlich stimmt der heiter-melancholische Gesamteindruck. Sicherlich, Daybreak wird nicht jeder mögen. Liebhaber des skandinavischen Kinos kommen aber in jedem Fall auf ihre Kosten.
![]()
4.8 Sterne (4 Bewertungen) | 1 Kommentar




