Darkness Falls (2003)

Der Fluch von Darkness Falls

Darkness Falls (2003) Der Fluch von Darkness Falls

Oder: Erster Kontakt kann tödlich sein

Darkness Falls

Nein, nicht in den Fleischwolf

Der Legende nach gab die mysteriöse Matilda Dixon allen Kinder eine Goldmünze für jeden mitgebrachten Milchzahn. Dies brachte ihr den Übernamen "Zahnfee" ein. Trotz des eher merkwürdigen Brauches war sie im Fischerdörfchen Darkness Falls sehr beliebt. Bis eines Tages in ihrem Haus ein Feuer ausbrach und sie wegen der schweren Verbrennungen gezwungen war, eine Porzellanmaske zu tragen und nur noch bei Nacht unterwegs zu sein. Als zudem zwei Kinder verschwanden wurde sie vom wütenden Mob gehängt. Als die verschwundenen Kinder jedoch unverletzt wieder auftauchten, wurde die Leiche von Matilda Dixon zum Verschwinden gebracht und der Vorfall vergessen.

Darkness Falls

Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald....

Die Leiche war zwar weg, aber der Fluch blieb. Seit diesem Tag besucht der verbitterte Geist Matildas die Kinder, welche gerade ihren letzten Milchzahn verloren haben. Allerdings bedeutet dieser Besuch auch für viele der Beginn eines lebenslangen Alptraums. Denn wer das Gesicht der Zahnfee erblickt, ist dazu verdammt, jede Nacht von ihr gejagt zu werden, bis sie ihn zerfleischt hat. Kyle (Chaney Kley) erfuhr den Zorn der Zahnfee am eigenen Leibe, als sie seine Mutter vor seinen Augen zerfleischte. Da keiner die Erklärung mit der Zahnfee glaubte, fiel der Verdacht auf Kyle und er wanderte dafür in die Psychiatrie.

Darkness Falls

mein Gott, diese Sauerei

Zwölf Jahre später leidet Kyle immer noch an Folgen der schrecklichen Ereignisse und hat panische Angst vor der Dunkelheit. Obwohl er lange nicht mehr in der Heimat war, wird er blitzschnell an seine Ursprünge erinnert, als ihm seine alte Schulfreundin Caitlin (Emma Caulfield) anruft. Ihr Bruder habe plötzlich panische Angst vor der Dunkelheit und sie brauche dringend Kyles Hilfe. Kyle muss gezwungenermassen seine Angst überwinden und sich dem Terror und dem Schrecken der Dunkelheit stellen, denn nur so ist es ihm möglich, Caitlins kleinen Bruder zu helfen. Was als einfache Anfrage auf Beistand begann, wird bald zu einem rundum tödlichen Unterfangen mit endlosen Schrecken, zerfetzten Körpern und einem hoffnungslosen Kampf gegen einen gnadenlosen und unverwundbaren Gegner.


DVD-Rating

Horrorfilme sind in der letzten Zeit entweder Teenieslasher, Remakes oder Streifen, welche die festgefahrenen Horrorformeln aus den alten Schocker wiederholen. Aus diesem Grund erwartete ich von Darkness Falls auch nicht viel und wurde positiv überrascht.

Darkness Falls greift eine alte Legende auf, die sich wirklich so zugetragen hat, und macht aus der so genannten Zahnfee den Hauptgegner in Darkness Falls. Was sich jetzt nach Klischeekiste anhört, entpuppt sich schon in den Anfangsszenen als sehr intensiv und bietet eine völlig neue Form des Terrors, der viele neue Möglichkeiten bietet. Die Story hat genügend Wendungen, damit sie abwechslungsreich bleibt. Neben der Legende wird allerdings nur sehr wenig Inhalt geboten. Man beschäftigt sich eher mit der Angst vor der Dunkelheit als mit der Frage, wie die Zahnfee zu stoppen ist. Allerdings stört das wenig, da es sehr schnell voran geht und kaum Zeit bleibt gross zu überlegen.

In Sachen Blood and Gore hält sich Darkness Falls dezent zurück und setzt hauptsächlich auf die Karten "Atmosphäre", "Spannung" und "Schauspieler". Diese drei Punkte, gepaart mit guter Ausleuchtung der Szenen, guter Kameraführung und ausgezeichneten Soundeffekten ergeben einige sehr intensive Sequenzen, die sich gegen Ende mehr und mehr steigern. Wer Darkness gesehen hat, wird zwar einige Parallelen finden, da dieser auch primär mit der Dunkelheit gearbeitet hat, doch Darkness Falls legt in Sachen Intensität noch einen Zahn zu, und vermag die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhalten.

Fazit: Darkness Falls ist ein positives Beispiel für Innovation in einem sehr ausgelutschten Genre und bietet einige recht intensive Sequenzen. Er ist ein Grusler der alten Schule mit hohem Spannungsbogen, einfahrenden Schockmomenten und einem gut gelungenen Gegner, der eine ganz andere Taktik erfordert, als bei sonstigen Killern erforderlich. Durch seine unblutige Natur ist er auch für nicht abgehärtete Genrefans und für einen Filmabend bestens geeignet.

Die DVD bietet den Film in sattem Ton an, der vor allem in den Schockmomenten die Boxen donnern lässt und ist auch in der Bildqualität sehr hoch stehend. Neben dem Audiokommentar des Regisseurs und des Autors hat es sieben entfallene Szenen, einige Trailers und einen Vergleich von Storyboard mit dem endgültigen Resultat. Dazu werden noch umfassende Dokumentationen über die eigentliche Legende und die Dreharbeiten von Darkness Falls geboten. Das Bonusmaterial ist sehr umfangreich und bietet gute Einsichten in die Idee hinter dem Streifen, über die Produktion selber sieht man allerdings eher wenig.

3.4 Sterne 4.5 Sterne
3.4 Sterne (16 Bewertungen) | 2 Kommentare

5.0 Sterne5 von 0.0-6.0
16.08.2006 / db


DVD-Infos

DVD erschienen am 11.11.2003

  • Bildformat: 2.40:1 (Anamorphic Widescreen)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1) / Englsich (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Egnlisch, Türkisch
  • Extras: Audiokommentar / Entfallene Szenen / Filmdokumentation: Die Legende von Matilda Dixon / The Making of... / Storyboard Vergleich / Trailer