Confidence (2003)
Confidence (2003)
Oder: Den Falschen trickbetrogen.
Tja, so kanns laufen. Da haut man einen kleinen Buchhalter übers Ohr und im Nachhinein stellt sich heraus, dass dieser Wicht für einen grossen Gangsterboss arbeitet, der jetzt natürlich das verschwundene Geld wieder haben will. *Mist*....
Das passiert nicht irgendeinem, sondern das passiert Jake Vig (Edward Burns). Ein Hochstapler, Betrüger und Schlitzohr vor dem Herrn, der mit seinen Kumpels so manch dubiosen Trick durchgeführt hat und dadurch zu mächtig Kohle gelangt ist. Aber dieses Mal geht der Schuss nach hinten los. Denn wie erwähnt, ist das neueste Opfer der Buchhalter des Kings (Dustin Hoffman). Und mit dem ist nicht zu spassen.... Also was tun? Man geht schnurstracks zum King, verklickert ihm das vorgefallene, entschuldigt sich und verspricht ihm, beim nächsten, grösseren Coup, ihm seinen Anteil wieder zurück zu zahlen. Und siehe da. Der King schnappt zu. Der Coup kann starten.
Vig rekrutiert seine Kollegen (u.a. Paul Giamatti) und holt sich weibliche Unterstützung, in Person der schönen Lily (Rachel Weisz), mit derer Unterstützung er das ausgesuchte Opfer übers Ohr hauen will. Diese beweist sich und der Coup kommt ins Rollen. Nicht ohne ein paar Schwierigkeiten, aber er rollt....
Zu allem Überfluss taucht auch noch Gunther Butan (Andy Garcia) auf. Er, schon seit Jahren auf der Fährte des betrügerischen Mr. Vig, schnappt sich dessen Polizei-Kumpane und hofft so, endlich den Gauner festnageln zu können.
Tja, wer spielt schlussendlich mit wem? Wer wird übers Ohr gehauen? Wer kriegt die Kohle? Und wer hat eigentlich noch einen Überblick über das Geschehen? Für Überraschungen ist reichlich gesorgt.
Kinofilm-Rating
Endlich wieder mal Dustin Hoffman. Seit Sphere (1998) hab ich ihn nicht mehr gesehen. Zwar spielt er in Confidence keine Hauptrolle, aber nichtsdestotrotz ist er imposant. Den psychisch leicht angekratzten Gangster spielt er gut. Unterhaltsam.
Aber auch Andy Garcia (Ocean's Eleven) habe ich in letzter Zeit nicht mehr oft gesehen. Ich musste feststellen, dass er mit Synchronstimme irgendwie besser rüberkommt. Oder lag's an der Rolle?
Edward Burns in einem Film den er nicht selbst geschrieben hat und nicht selber drehte, eine Ausnahme. Der beeindruckende Schauspieler, Drehbuch-Autor, Produzent und Regisseur spielt den Meister des Betrugs im grossen Stil gekonnt. Man nimmt ihm die Rolle des Ganoven, der seine Opfer beraubt ohne dass diese wissen wie ihnen geschieht, ohne weiteres ab. Den "Schachspieler", der seine Züge weit vorausplant und mit den Faktoren des Spiels elegant "Billard" spielt, sieht man in ihm jedoch weniger. Dazu hätte es wohl eines Schauspielers mit noch mehr Tiefgang bedurft. Er war trotzdem eine gute Wahl. Zu seiner Verteidigung möchte ich gleich noch anfügen, dass mir auch die anderen Darsteller kaum unter die Haut gingen. Vor allem Rachel Weisz hat mich schon weit mehr beeindruckt. Ob das an der Regie, an der Kameraführung oder an sonstwas lag, vermag ich nicht zu beurteilen.
Über die Story lässt sich schwer was sagen ohne zu viel zu verraten. Auf jeden Fall ist es interessant, am Schluss noch mal alles durchzudenken und zu überlegen, was da eigentlich alles abgezogen wurde. Eigentlich eine starke Story, die Autor Doug Jung da abliefert (sein erstes Werk für die Leinwand!), doch es fehlt einfach der Pfiff, wobei das wohl eher an Regisseur James Foley (The Chamber) liegt. Es passiert einiges und es geht auch rasch voran, aber so richtig spannend ist es nie. Ähnliches wurde schon besser umgesetzt.
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