Confidence (2003)

Confidence (2003)

Oder: Style can get you killed...

Tja, so kanns laufen. Da haut man einen kleinen Buchhalter übers Ohr und im Nachhinein stellt sich heraus, dass dieser Wicht für einen grossen Gangsterboss arbeitet, der jetzt natürlich das verschwundene Geld wieder haben will. *Mist*....

Confidence

"Don't fuck with me, Son"

Das passiert nicht irgendeinem, sondern das passiert Jake Vig (Edward Burns). Ein Hochstapler, Betrüger und Schlitzohr vor dem Herrn, der mit seinen Kumpels so manch dubiosen Trick durchgeführt hat und dadurch zu mächtig Kohle gelangt ist. Aber dieses Mal geht der Schuss nach hinten los. Denn wie erwähnt, ist das neueste Opfer der Buchhalter des Kings (Dustin Hoffman). Und mit dem ist nicht zu spassen.... Also was tun? Man geht schnurstracks zum King, verklickert ihm das vorgefallene, entschuldigt sich und verspricht ihm, beim nächsten, grösseren Coup, ihm seinen Anteil wieder zurück zu zahlen. Und siehe da. Der King schnappt zu. Der Coup kann starten.

Vig rekrutiert seine Kollegen (u.a. Paul Giamatti) und holt sich weibliche Unterstützung, in Person der schönen Lily (Rachel Weisz), mit derer Unterstützung er das ausgesuchte Opfer übers Ohr hauen will. Diese beweist sich und der Coup kommt ins Rollen. Nicht ohne ein paar Schwierigkeiten, aber er rollt....

Confidence

Good Cops? Bad Cops?

Zu allem Überfluss taucht auch noch Gunther Butan (Andy Garcia) auf. Er, schon seit Jahren auf der Fährte des betrügerischen Mr. Vig, schnappt sich dessen Polizei-Kumpane und hofft so, endlich den Gauner festnageln zu können.

Tja, wer spielt schlussendlich mit wem? Wer wird übers Ohr gehauen? Wer kriegt die Kohle? Und wer hat eigentlich noch einen Überblick über das Geschehen? Für Überraschungen ist reichlich gesorgt.


DVD-Rating

Ein cooles Ganovenstück wird hier versprochen. Eins mit Stil und Humor. Tönt gut? Ja, eigentlich schon, aber wenn man den schlussendlichen Film anguckt, wird einem relativ schnell bewusst, dass hier irgendwie zwar alles stylisch ist, aber der rote Faden sich nach einer gewissen Weile zu verabschieden scheint. Sind anfänglich die Rollen noch klar verteilt, verschwimmen diese gegen Ende so derart ineinander, dass man zwar ob der Auflösung des Stücks überrascht wird, aber sich schlussendlich nach dem "Warum" und den "Wie" fragen muss. Das heisst, man wird sozusagen praktisch dauernd auf irgend eine Art an der Nase herumgeführt. Das ist grundsätzlich interessant, aber hier wird's mühsam.

Schauspielerisch ist vor allem Edward Burns natürlich im Mittelpunkt. Er, der sonst seine Filme selber dreht, begnügt sich hier mit der Darstellung des hippen Gauners. Das macht er auch nicht schlecht, aber ein wenig mehr Tiefe und Persönlichkeit hätten ihm nicht geschadet. Ebenfalls sind die gleichen Mängel auf seine Kumpels zutreffend. Da hat man ein Talent wie Paul Giamatti und lässt ihn "nur" ein Teil des Teams sein, dessen Darstellung man locker mit jemandem unbekannten hätte besetzen können.

Natürlich gibt es weitere bekannte Gesichter, die immer wieder auftauchen, aber von Namen her ist natürlich Dustin Hofman der grosse Macker, hier. Er darf dann auch ein paar Lebensweisheiten zum besten geben und den väterlichen, aber doch recht scheinbar gefährlichen Obergangster mimen. Ist er damit unterfordert? Ganz klar. Tut das was zur Sache? Nein. Es ist halt immer wieder schön, diesen talentierten Schauspieler in einem kommerziellen Film zu sehen. Er hat was an sich, dass ihn so ziemlich jede Rolle überzeugend spielen lässt. Gute Sache.

Auf den Rest der Crew muss nicht weiter eingegangen werden, denn sie hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Und obwohl man die Gesichter kennt, sind entweder ihre Rollen so klein, dass sie kaum Erinnerungswert haben (Andy Garcia) oder so stereotypisch und banal, dass sie keine Ernennung wert sind.

Fazit: Confidence ist ein ansprechender Gauner-Thriller, der auf den Pfaden des grossen Bruders Oceans Eleven zu wandeln versucht, aber nie an dessen Qualität, Humor und Spannung herankommt. Stylisch kommt er zwar daher, aber man hätte besser etwas mehr auf den Aufbau und Ablauf der Geschichte geachtet, die doch sehr verwirrend ist und die mit der obligaten Überraschung aufwartet.

Die DVD bietet eine solide Auswahl an Extras. Ein Original Kinotrailer und der TV-Spot machen den Anfang. Dazu ein interessantes Feature mit der "B-Roll", welches die Kamera hinter der Kamera darstellt. Immer wieder schön anzusehen. Dann dürfen natürlich die Interviews der Hauptdarsteller nicht fehlen, wo über Figuren, Regisseure und Kollegen geplaudert wird und natürlich alles immer super lief, während den Dreharbeiten. Schlussendlich wird abgerundet, mit einer weiteren DVD-Show und einem Spot für den Filmanbieter Teleclub. Keine Ahnung, was das soll, aber wenn man auf so "billige" Werbung angewiesen ist...... Im grossen und ganzen also ein recht durchschnittliches Material, welches keinesfalls den Kauf dieser DVD gerechtfertigt.

4.3 Sterne 2.0 Sterne
4.3 Sterne (34 Bewertungen) | 1 Kommentar

3.5 Sterne3.5 von 0.0-6.0
10.05.2004 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 29.04.2004

  • Bildformat: 2.35:1 (16:9 anamorph)
  • Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Extras: Original Kinotrailer, TV-Spot, B-Roll, Interviews, DVD-Show, Teleclub-Werbung