The Cat in the Hat (2003)
Ein Kater macht Theater
The Cat in the Hat (2003) Ein Kater macht Theater
Oder: Kitsch as Cat can....
Conrad (Spencer Breslin) und Sally (Dakota Fanning) Walden haben ein grosses Problem. Durch die Tatsache, dass Conrad immer das macht, was er nicht darf und Sally ein Kontrollfreak ist, werden die beiden von ihrer Mutter (Kelly Preston) an einem verregneten Nachmittag zum Hausarrest verknurrt.
Was tun? Es ist soooo langweilig. Ins Wohnzimmer dürfen sie nicht, der Babysitter schläft lieber, anstatt zu spielen und überhaupt. Es ist soooo langweilig... Denn am Abend soll eine Cocktail-Party für Mutters Chef, Mr. Humberfloob (Sean Haynes) steigen. Und da soll nichts, aber auch gar nichts, daneben gehen. Doch dann klingelt die Türglocke und das Chaos nimmt seinen Lauf...
Vor der Tür steht "The Cat" (Mike Myers). Eine riesige Katze, mit komischem Hut, flachen Witzen, einer geheimnisvollen Kiste und einer Lastwagenladung voll Ideen. Meist Sachen, die zwar eigentlich verboten sind, aber das ist ja nebensächlich... Nachdem die Kinder einen kleinen (von Anwälten überwachten) Vertrag unterschrieben haben, kann der Spass losgehen. Da wird rumgesprungen und das Haus auseinandergenommen. Mit Unterstützung von "Thing 1" und "Thing 2" wird ein Nachmittag gestaltet, den niemand so schnell vergessen wird.
Vor allem als Conrad die Warnung der Katze missachtet und die geheimnisvolle Truhe öffnet, scheint das Chaos perfekt. Unter den Augen des bösen, faulen, gemeinen und schleimigen Nachbarn Quin (Alec Baldwin) müssen die Kinder versuchen, die Unordnung wieder in Ordnung zu bringen und das Haus so zu hinterlassen, dass Mama nicht merkt, was da abläuft...
Kinofilm-Rating
Weihnachtszeit, "Dr.Seuss"-Zeit. Wie schon The Grinch vor Jahren, lancierte man nach dessem grossen Erfolg nun mit The Cat in the Hat eine weitere Buchverfilmung des in Amerika sehr bekannten und beliebten Dr. Seuss. Und wie im Vorgänger leben die Figuren in ihrer kleinen, heilen Welt. Grüne Autos, violette Häuser, farbige Kleider, toupierte Frisuren und Kitsch, der in jedem anderen Film Brechreiz auslösen würde, hier aber bestens passt.
Die Handlung beschränkt sich auf das Nötigste. Es ist ganz klar wer hier das Sagen hat und die Fäden in den Händen hält. Mike Myers, der seine Rolle immer wieder direkt zum Zuschauer sprechen lässt und somit diesem das Gefühl gibt, die Katze gut zu kennen, spielt seine ganze Komödienvielfalt aus. Ein bisschen (viel) Austin Powers, zeitweise heftige Stand-ups, herrliche Veralberungen und witzige Hinweise auf Vergnügungsparks bringen die Zuschauer immer wieder zum lachen. Zeitweise übertrifft sich der gute Mann fast selber, kann aber das Niveau der Witze leider nicht halten. Der Film steht und fällt mit Mike Myers. Mag man ihn, ist der Film aber Pflicht.
An seiner Seite darf Alec Baldwin so richtig gemein sein, Kelly Preston mütterlich und die beiden Kinderstars voll überzeugend. Überhaupt ist der Film zwar als kinderfreundlich angepriesen worden, die Witze sind jedoch definitiv auch für Erwachsene lustig. Wenn zum Beispiel der Fisch aus dem Aquarium spricht und das Kind sagt: "The fish is talking" und dann die Katze erwidert: "Yes. But does he say anything? No!" - dann besteht grösste Vom-Stuhl-Kipp-Gefahr.....
Fazit: Sicherlich wird The Cat in the Hat hierzulande keine grossen Zuschauermassen in die Kinos locken. Denn erstens kennt man die Geschichte nicht und zweitens wird der Film nicht zur Zielzeit (Weihnachten) in die Kinos kommen, sondern erst im Frühling. Als ich den Film gesehen habe, wurde ich jedoch gut unterhalten und konnte mehr als einmal herrlich lachen. Sicherlich. der Kitschfaktor ist hoch und zeitweise bekommt man fast Bauchweh davon. Aber wer sich auf das Unternehmen "amerikanische Kinderbuchverfilmung mit Untertönen" einlassen will, der wirds geniessen...
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2.4 Sterne (19 Bewertungen) | 12 Kommentare



