Bruce Almighty (2003)

Bruce Allmächtig

Bruce Almighty (2003) Bruce Allmächtig

Oder: Möge die göttliche Macht mit dir sein!

Bruce Almighty

"Gimmi 7!"

Bruce Nolan (Jim Carrey) ist ein frustrierter TV-Reporter dem nichts im Leben gelingen will. Da schnappt ihm sein ärgster Feind Evan Baxter (Steve Carell) von Kanal 7 den Platz in den live ausgestrahlten Abendnachrichten weg und Nolan kann weiterhin die immer wieder gern belächelten Aussenreportagen zu relativ unwichtigen Themen drehen. Der Hund pinkelt zuhause immer gerade da hin wo es ihm passt und mit der Freundin Grace (Jennifer Aniston) scheint's auch nicht mehr so richtig zu klappen. Bruce kann nicht fassen, wieso dass Gott so was zulässt und ihm mit seinen Problemen ja wohl kaum Beachtung schenkt. So kommt er schliesslich zu einem Punkt, an dem er all seinen Frust zum Himmel schreit und will den Glauben an Gott an den Nagel hängen ... ausser Gott würde ihm ein Zeichen geben.

Bruce Almighty

"Magst du picknicken?"

Bruce erhält eine Einladung zu einer ominösen Adresse, um für einen Job vorzusprechen. So trifft er schliesslich auf Gott (Morgan Freeman), welcher ihm den Job als Gott für eine Woche anbietet, wenn er ja schon immer alles besser wüsste. Bruce glaubt vorerst nicht im geringsten, was er soeben erzählt bekommen hat. Doch schon bald erkennt er seine Fähigkeiten als Allmächtiger und weiss diese auch ganz gut in seinem Interesse einzusetzen. Vorerst rächt er sich mal bei Evan Baxtor und verführt Grace, dass sie ihm nicht im geringsten widerstehen kann.

Bruce Almighty

"You've got m@il!"

Bald muss der neue Gott aber bemerken, dass man als Gott noch andere Aufgaben zu bewältigen hat, die gar nicht so einfach zu lösen sind. Manchmal können seine Eingriffe auch fatale Folgen für andere Menschen haben und das macht das ganze immerwie komplizierter. Ab und zu bekommt er zwar ein paar Tipps vom richtigen Gott, doch schlussendlich muss er halt doch einsehen, dass Gott sein nicht so einfach ist wie gedacht.


DVD-Rating

Stell dir vor, du wärst allmächtig und könntest alle (deine) Wünsche verwirklichen - was würdest du tun? Die Ausgangsidee von Bruce Almighty ist recht vielvesprechend: Viele haben sich vermutlich schon überlegt, wie es wohl wäre, besässe man die Macht sich alle Wünsche zu erfüllen. Die Möglichkeiten, daraus eine Geschichte zu entwickeln, sind schier grenzenlos.

Regisseur Tom Shadyac (The Nutty Professor) macht daraus eine Mischung aus Slapstick und Romanze, versehen mit einer gehörigen Prise (amerikanischer) Moral. Dominiert zu Beginn der Spassfaktor, wird die Geschichte gegen Ende immer moralinsaurer und gipfelt in einem Ende, das der Bezeichnung Hollywoodkitsch alle Ehre bereitet.

Hauptdarsteller Jim Carey (The Truman Show) liefert streckenweise eine One-Man Show, die die anderen Darsteller fast verdursten lässt. Seine Darbietung ist intensiv, fratzenreich und stellenweise hart an der Grenze des Erträglichen - ganz so, wie man es sich aus anderen Carey-Filmen, wie beispielsweise The Mask, gewohnt ist.

Keine Mühe Jim Carey das Wasser zu reichen, hat Morgan Freeman (The Sum of All Fears). Er gibt der Rolle Gottes jene Würde und Gelassenheit, wie man sie von einem allmächtigen Gebieter erwartet. Seine Ruhe, gewürzt mit einer Prise Ironie, wirkt wohltuend im Vergleich zu Careys lauten Eskapaden und gibt Auge und Gehör Gelegenheit, sich wieder etwas zu erholen.

Auch Jennifer Aniston (Friends) macht ihre Sache gut - dass man nicht von einer herausragenden Leistung sprechen kann, liegt wohl mehr an der Rolle als an der Schauspielerin.

Überhaupt, der Film ist gut gemacht, die Schauspieler sind b-e-a-utiful, die Musik ist popig - wäre da nicht die Geschichte, aus der man wohl soviel mehr hätte machen können, als es getan wurde. Der Film will Slapstick sein und gleichzeitig philosophisch, er bringt witzige Ansätze und Einfälle, und reduziert sich am Ende auf Platitüden (Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, Nur die Liebe zählt), die doch gar nicht nötig gewesen wären.

So reiht sich Bruce Almighty in die lange Liste der Filme ein, die man sich ansieht, über die man lacht, und die man nach der Vorstellung auch schon wieder vergessen hat. And that, I suppose, is the way the cookie crumbles...

Zur DVD: Die Scheibe bietet neben diversen Sprachoptionen und Untertiteln einen Audio-Kommentar des Regisseurs Tom Shadyac, herausgeschnittene Szenen en masse (wahlweise mit oder ohne Kommentar des Regisseurs) sowie Outtakes. Ein weiteres Feature zeigt Jim Carreys Arbeitsweise: Er spielt die gleiche Szene in verschiedenen Variationen.

3.8 Sterne 3.5 Sterne
3.8 Sterne (191 Bewertungen) | 4 Kommentare

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28.12.2003 / pj (Inhalt), rs (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 04.12.2003

  • Bildformat: 1:1.85, für alle Bildschirmformate geeignet
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch (alle Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch, Spanisch, Hebräisch
  • Extras: Jim Carrey in göttlicher Aktion, zusätzliche Szenen, Outtakes, Audio-Kommentar von Regisseur [person]Tom Shadyac[/person]