Brother Bear (2003)

Bärenbrüder

Brother Bear (2003) Bärenbrüder

Oder: *brüll*....

Brother Bear

"We're not Mousse, you know"....

In einer lang vergangenen Zeit, als die Menschen sich nach der grossen Eiszeit wieder anfingen niederzulassen, leben 3 Brüder. Der älteste, Sitka, wacht über seine jüngeren Brüder Denahi und Kenai, die sich lieber amüsieren, denn nach Nahrung zu suchen oder auf die Jagd zu gehen.

So passiert das Unvermeidliche. Bei einer Jagd nach einen grossen Bären wird Sitka von diesem in den Abgrund gerissen und getötet.. Blind vor Rachegefühl, Trauer und Wut macht sich das Nesthäckchen der Familie, Kenai, alleine auf die Jagd nach dem Bär, um ihn für die Taten büssen zu lassen. Denahi versucht zwar seinen Bruder davon abzuhalten, muss aber machtlos mit ansehen, wie Kenai zwar den Bären tötet, aber dann verschwindet. Ist er auch tot?

Von wegen.... In einem Akt von Vergebung und Belehrung wird Kenai von den "Geistern des Waldes" (im Original "Spirits of the Forrest") in einen Bären verwandelt und muss nun versuchen, seinen Weg zu gehen. Und zwar bis zum Berg, wo die Lichter die Erde berühren. Dort liegt das Geheimnis der Verwandlung und nur dort kann diese auch rückgängig gemacht werden.

Brother Bear

*Plantsch*

Nach diversen Begegnungen der tierischen Art, findet er im Bärenjungen Koda einen Gefährten, der ihm den Weg in die Berge zu zeigen weiss. Begleitet von den zwei lustigsten Elchen der damaligen Zeit (Tuke und Rutt), macht sich das ungleiche Paar auf den Weg durch die harte Wildnis. Und Kenai scheint sich seiner Rolle langsam bewusst zu werden. Die beiden Bären beginnen eine Freundschaft auzubauen. Nicht wissend, dass Kenai ein schreckliches Geheimnis mit sich trägt, dass Koda betrifft. Und ebenfalls nicht wissend, dass Denahi den beiden Bären auf der Spur ist, um die Verluste seiner Brüder zu rächen.

Wird Kenai seine Lektion lernen? Werden Koda und Kenai ihre Differenzen überwinden? Wie kommen die Elche bloss wieder vom Mammut herunter? Und kann die Verwandlung rückgängig gemacht werden?


Film-Rating

Nachdem in letzter Zeit vermehrt auf's ältere Zielpublikum gesetzt wurde und die Filme nicht mehr so erfolgreich an den Kinokassen waren, versucht man jetzt mit einer bärigen Geschichte, voll Charme, Kunst, schönen Bildern, lustigen Tieren und herrlicher Musik die Zuschauer ins Kino zu locken.

Und siehe da! Der Film funktioniert! Die Geschichte nimmt zwar nur langsam ihren Lauf und dreht sich zuerst um Menschen, Geister, Symbole und Glauben. Das ist zwar interessant, aber irgendwie hatte ich da schon "Tier-Action" erwartet. Als sich dann der mittlere der Brüder in den Bären verwandelt, geht der Spass so richtig los. Und sobald die beiden Elche, die heimlichen Stars des Filmes, die Bühne betreten, ist Gelächter garantiert. Dazu passende schön gezeichnete Bilder und Hintergründe, passende Songs und das geschwätzige und vorlaute Bärenkind Koda. Alles niedlich, super und endlich wieder mal so richtig packend.

Dann hat der Film allerdings, meiner Meinung nach, Schwierigkeiten, seinem Pfad zu folgen. Soll man jetzt weiter auf der "lustige Tiere benehmen sich wie Menschen"-Schiene fahren oder doch wieder den Schritt in Richtung "Action" machen? Und da harzt es. Während die Tierszenen lustig und niedlich sind, gehen die Actionszenen wieder in eine Richtung, die mir nicht besonders gefällt. Das ist aber sicherlich Geschmacksache.

Die Menschen erinnern stark an Mulan, sind in diesem Stil gezeichnet. Während bei den Tieren doch die Ähnlichkeit zu den klassischen Disney-Figuren deutlich ist. Schön rund gezeichnet und liebevoll animiert, überzeugen die Bären, Elche und Konsorten.

Fazit: Brother Bear ist ein starker Trickfilm, den man sich ohne grosse Bedenken anschauen kann. Die Message, die hinter dem Film steckt, war mir ein bisschen zu deutlich und zu aufdringlich. Ansonsten hab ich mich herrlich unterhalten und war froh, wieder mal einen Film zu sehen, der meinen Disney-Geschmack befriedigt hat. Zwar hätte es dann doch ein bisschen lustiger und fröhlicher sein können, aber die Ernsthaftigkeit tut dem Spass keinen Abbruch.

PS: Bleibt am Schluss ja im Kino sitzen. Und zwar bis zur absolut letzten Szene. Man könnte sonst was irrwitziges verpassen...


OutNow.CH:

Bewertung: 5.05

 

08.12.2003 / muri

Community:

Bewertung: 4.5 (76 Bewertungen)

 

 

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