Beyond Re-Animator (2003)

Beyond Re-Animator (2003)

Oder: Oh my GOD! Religion has nothing to do with this.

Bitte noch etwas mehr? Du hattest genug!

Bitte noch etwas mehr? Du hattest genug!

Momente in der Kindheit können einen Menschen sowie sein ganzes Leben prägen. Dies ist auch bei Howard Phillips (Jason Barry) der Fall, der als kleiner Junge mitansehen musste, wie seine geliebte Schwester von einem Mann ohne Unterkiefer ermordet wurde. Nur mit Mühe konnte die Polizei den Mann mit vielen Schüssen niederstrecken. Stumm und traumatisiert kann Howard gerade noch mit ansehen, wie ein Mann mit dem Namen Herbert West (Jeffrey Combs) abgeführt wird. Angeblich soll dieser dafür verantwortlich sein, dass Tote wieder auferstehen. Eine Spritze mit einer grünen Flüssigkeit, die am Tatort zurückbleibt, bleibt der einzige Hinweis auf Wests Machenschaften.

Milch soll ja gesund sein...

Milch soll ja gesund sein...

Dreizehn Jahre später. West schmort immer noch im Gefängnis, doch er experimentiert fleissig an Ratten weiter. Der sadistische Gefängnisdirektor sowie die beschränkten Wachen machen West regelmässig das Leben schwer, doch der unbeugsame Wissenschaftler lässt sich nicht beirren. Deshalb nutzt er auch die Chance, als ein neuer Arzt dem Gefängnis zugeteilt wird, der West in seinen Stab aufnimmt. Dieser neue Arzt entpuppt sich nämlich als der gealterte Howard Phillips, der noch immer von der Idee besessen ist, seine ermordete Schwester wieder zu beleben. Schliesslich spannt Philips mit West zusammen und die Experimente beginnen von neuem, mit fatalen Folgen...


DVD-Rating

Der 1985 gedrehte Re-Animator wurde mit seinem makaberen, schwarzen Humor zum Kultfilm, Bride of Re-Animator war kaum mehr als eine mittlere Katastrophe, doch glücklicherweise fand der dritte Teil wieder zu den alten Qualitäten zurück. Regisseur Brian Yuzna, der zum zweiten Mal die Regie übernahm, bietet nämlich, nach dem lustlosen, episodenhaften Gag-Geplänkel in Bride of Re-Animator, wieder eine gut ausgearbeitete Handlung, welche auch über einen guten Spannungsbogen verfügt.

Das Re-Animator-Konzept zeigt jedoch schon reichlich Ermüdungserscheinungen, auch wenn die Experimente kreativ auf das nächste Level gehoben werden, wirkt es langsam verbraucht und es ist gut, dass sie alle Energie dafür eingesetzt haben, die Trilogie sauber abzuschliessen, anstatt alles auf einen vierten Teil auszurichten. Deshalb ist der Handlungsort im Gefängnis natürlich goldrichtig, denn nach all den Massackern ist es an der Zeit, dass Herbert West dort landet. Doch selbst da sorgt er nicht nur mit einigen re-animierten Toten, sondern auch mit seinen trockenen und sarkastischen Sprüchen immer wieder für Lacher. Viele völlig irre Einfälle, das geschickte gegenseitige Ausspielen der überzeichneten Figuren sowie abgefahrene Splatterszenen können bestens unterhalten und bieten oben drauf durch den vollen Körpereinsatz der Frauen auch reichlich etwas fürs Auge.

Aber selbst wenn Jeffrey Combs seine Paraderolle als Re-Animator wieder einmal grossartig meistert, entpuppt sich sein neuer Side-Kick - der von Jason Barry gespielte Howard Phillips - als penetrante Nervensäge, welche ständig ermuntert werden muss und mit seiner Gefühlsduselei alles falsch macht, was man falsch machen kann. Die anderen Schauspieler, besonders Elsa Pataky, spielen ihre doch recht zweidimensionalen Klischeecharaktere (karrieregeile Reporterin, sadistischer Gefängnisdirektor, Junkie sowie böser Spanier) mit Inbrunst und versuchen, das Beste aus den Figuren herauszuholen. Sympathien hat man jedoch für die wenigsten, weshalb deren Ableben natürlich auch entsprechend genossen werden kann.

Fazit: Beyond Re-Animator ist zwar wesentlich düsterer und brutaler als seine Vorgänger geworden, doch er entwickelt die Serie auch sehr gut weiter und bildet einen sauberen Abschluss der Trilogie. Dank vieler grossartig umgesetzte Splatterszenen sowie viel sarkastischem markaberen Humor, wird ein blutiges Feuerwerk geboten, welches sehr kurzweilig unterhält und bis zum Schluss überzeugt.

Die DVD präsentiert den Film in seiner ungeschnittenen Fassung und kann mit einer sauber abgemischten Tonspur sowie einer ganz ordendlichen Soundqualität überzeugen.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.54.5

 

29.12.2008 / db

Community:

Bewertung: 4.5 (5 Bewertungen)

 

 

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