Bad Boys II (2003)
Bad Boys II (2003)
Oder: Zwei Böse Buben
Miami. Die Hauptstadt für Drogengeschäfte aller Art. Auch Jonny Tapia (Jordi Malla) ist in solche Geschäfte verwickelt und will mit seinen in Amsterdam hergestellten Ecstasy-Pillen ganz Nordamerika zu seiner Kundschaft machen. Das Problem ist halt einfach das Schmuggeln. Denn die Polizei kontrolliert Strasse, Wasser und Luft. Keine Chance auf die herkömmliche Nacht- und Nebelaktionen, um die Drogen in's Land zu schaffen. Da muss was anderes her.... *überleg* Klar! Man besorgt sich ein paar Leichen, stopft dort die Drogenpäcklein in deren Bauch und tarnt den ganzen Transport als medizinische Überlieferung. Sollte gehen, oder?
Inzwischen haben unsere zwei Lieblings-Drogencops Mike Lawrey (Will Smith) und Marcus Burnett (Martin Lawrence) andere Probleme. Sie schaffen es doch jedes Mal, bei ihren Verfolgungsjagden die halbe Stadt lahm zu legen und verursachen mehr Lärm, Explosionen und Aufwand, als es ihrem Chef (Joe Pantoliano) lieb sein kann. So muss er denn auch in eine Beruhigungstherapie, zu der Marcus Burnett ebenfalls gleich eingeladen wird.
Die beiden Abbruch-Cops heften sich dann mal an die Fersen des Drogenkönigs und müssen bemerken, dass man gegen solche Leute nur dann gewinnen kann, wenn man sich von jeglicher Therapie verabschiedet und auf die gute alte Kraft von Feuerwaffen verlassen kann. Dass dieses Einmischen den bösen Gaunern natürlich nicht passt wird dann überdeutlich, als Burnett's Schwester Syd (Gabrielle Union) entführt wird und so der Fall vom "normalen" Drogenfall zu einem familiären Problem wird. Denn nicht nur Burnett will seine Schwester wieder haben sondern auch Lawrence. Denn dieser ist seit einiger Zeit der feste Freund von Syd. Was hingegen Burnett noch nicht weiss.....
Und neben all den Geständnissen, den Frust- und Ärgerbewältigungen und dem Sprücheklopfen scheint es fast unmöglich, sich auf die Rettung der Liebsten und die Bestrafung des Bösen zu konzentrieren. Aber unsere plappernden Gute-Laune-Cops werden das schon schaukeln. Oder?
Kinofilm-Rating
Bigger, Better, Bad Boys II!
Sequels schienen ja eine Zeit lang Garanten für schlechte Filme zu sein. Das wäre bei einem Film wie Bad Boys schon schade gewesen. Der Film hat ja für das Genre „Actionkomödie" Standards gesetzt, die häufiger unterboten als getoppt wurden. Bad Boys II kann einige dieser Standards erreichen, wenn nicht gar hinter sich lassen.
Actionmässig geht mindestens genausoviel ab wie im Vorgänger. Nichts, dass man noch nie gesehen hätte, aber auf jeden Fall gut umgesetzt.
Die Story ist zwar nicht grad weltbewegend, kommt aber nicht so flach daher, wie sie eigentlich ist. Der Anfang ist sicherlich gelungen. Die standardmässige Bad Boys|Good Guys-Aufteilung findet nicht statt. Vielmehr halten mehrere Gruppen welche unterschiedliche Ziele verfolgen die Spannung aufrecht. Der Humor ist stellenweise eher Routine als so richtig auflockernd, aber auch kein richtiger Ablöscher. Die Chemie der beiden Protagonisten lässt sich noch immer gut mischen.
Etwas das völlig aus der Reihe tanzt, ist folgendes: Leichenteile spielen im Film eine kleine Hauptrolle. Sehr makaber was da so alles durch die Luft fliegt, so sehr das man wieder darüber Lachen kann. Zumindest kann das der abgehärtete Durchschnitts-TV-Konsument.
Aus schauspielerischer Sicht muss man nicht viel über den Film sagen. Meisterleistungen bieten Action-Komödien selten. Jordi Mollà ist jedenfalls ein etwas "tiefgründigerer" Drogenboss, als man diese normalerweise zu sehen bekommt. Kein Vergleich aber zu Tchéky Karyo aus Bad Boys, das steht fest.
Lawrence und Smith scheinen für diese Rollen geschaffen zu sein. Smith's Karriere (ID4, MIB, Ali) verlief nach dem ersten Teil zwar einiges erfolgreicher als Lawrence's (Blue Streak, Big Momma's House, National Security, Ausnahme: Nothing to Loose). In die Rollen von Marcus und Mike passen jedoch beide am besten.
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4.2 Sterne (159 Bewertungen) | 60 Kommentare



