Aragami (2003)

Aragami (2003)

Oder: Todessehnsucht eines Kriegsgotts

Aragami

Proscht, Samurai!

Aragami (Masaya Kato) ist ein Kriegsgott, der mit seiner devoten Dienerin alleine in einem Tempel wohnt. Seine Todessehnsucht ist gross, doch keiner der vielen Herausforderer, die ihn über die Jahrhunderte zu töten versuchten, hat es geschafft, ihm um die Ecke zu bringen. In einer stürmischen Nacht verschlägt es zwei verletzte Samurai an den abgelegenen Ort. Nur einer (Takao Osawa) der beiden überlebt die Nacht. Es beginnt ein langes Gespräch. Die Dienerin bringt Wein und Wodka - aus Frankreich bzw. Russland, wie der allwissende Aragami zu berichten weiss. Dann fordert Aragami den Samurai zum Kampf auf. Der Gewinner bekommt das dienende Mädchen. Wird Aragami in diesem Duell endlich sterben können?


DVD-Rating

Aragami ist die eine Hälfte des Resultats einer Bieridee von zwei japanischen Regisseuren. In nur sieben Tagen mussten Ryuhei Kitamura und Yukihiko Tsutsumi ein Duell zweier Figuren am selben Ort drehen, welche dann im Kino wiederum als Duell zweier Filme präsentiert wurde. Das Publikum sollte den besseren Streifen küren. Gesagt, getan. Entstanden sind dieser Film hier und 2LDK, die Rapid Eye Movies nun für den deutschsprachigen Markt als Double-Feature-DVD "Duel Project" veröffentlicht.

Bei so wenig Drehzeit, war es fast vorauszusehen, dass wenig Prickelndes dabei herauskommen sollte. Aragami ist etwas für die Samurai-Schiene auf RTL II. Gar höflich reden die beiden Krieger lange miteinander und man wartet ewig bis sie die Katanas kreuzen - zu lange! Auf dem Soundtrack wechseln sich rockige Tunes mit Technogebrummel ab. Eine langweilige Angelegenheit, nicht zuletzt, weil man die beiden japanischen Stars ausserhalb des Landes der aufgehenden Sonne nicht kennt.

Erst bei den Extras merkte ich, dass es sich bei Kitamura um den Regisseur von Azumi und Versus handelt. Das ist in gleichem Masse wenig schmeichelhaft für den Stand meiner asiatischen Filmkenntnisse und den Film selber. Das exklusive, sehr ausführliche Interview in englischer Sprache mit Kitamura ist um einiges interessanter als der Hauptfilm und rechtfertigt den Kauf der DVD von alleine. Dass Tom Cruise die besseren Samurai-Filme mache als die Japaner, ist eine der erstaunlichen Aussagen des Regisseurs, der auch den letzten Gozilla: Final Wars machen durfte. Das japanische Making-of ist mal etwas anderes, als die Amerikaner jeweils liefern. Eine Videomessage, die in Japan vor dem Film im Kino gezeigt wurde, macht mit dem Regisseur und den beiden Hauptdarstellern Stimmung in eigener Sache im Duell gegen den anderen Regisseur. Ausserdem sind auf der DVD noch zwei Ostereier zu finden: Pressekonferenzen mit den wichtigsten Involvierten, die aber nur mit Japanischkenntnissen verständlich sind, weil die Untertitel fehlen.

3.0 Sterne 4.0 Sterne
3.0 Sterne (5 Bewertungen) | 1 Kommentar

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12.05.2005 / rm


DVD-Infos

DVD erschienen am 21.03.2005

  • Bildformat: 1.78:1 (anamorphic Widescreen)
  • Sprachen: Deutsch: Dolby Digital 5.1 und dts 5.1, Japanisch: Dolby Digital 5.1
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Extras: Exklusives Interview mit dem Regiesseur', "Making of", Kinotrailer, Videomessage, REM Trailershow