Was tun, wenn's brennt? (2002)
Was tun, wenn's brennt? (2002)
Oder: NO FUTURE in the future
In den rebellischen "No Future" 90er gab es für die radikalen Jugendlichen in Berlin nur eine mögliche Antwort auf die Frage Was tun, wenn's brennt? - brennen lassen!. Und da nur wenige Substanzen selbstentzündend sind hat man gerne mal mit einem kleinen Brennsatz nachgeholfen um zum erwünschten Ziel zu kommen. Funktioniert der selbstgebastelte Sprengsatz nicht und wird in der verlassenen Villa vergessen, so störrt das vorerst keinen. Brenzlich wird die Sache wenn das explosive Gebräu im Kochtopf 13 Jahre später in Verbindung mit einem Gasleck die Villa dem Erdboden gleich macht...
Der späte "Erfolg" der Gruppe 36, wie sie sich damals genannt haben, freut nicht alle ehemalige Mitglieder. Nur der charismatische Tim (Til Schweiger) und der an den Rollstuhl gefesselte Hotte (Martin Feifel) scheinen mental in den 80er Jahre stehen geblieben. Flo (Doris Schretzmayer) steht vor der Hochzeit, Maik (Sebastian Blomberg) leitet eine erfolgreiche Werbeagentur, Nele (Nadja Uhl) schlägt sich als alleinerziehende Mutter durchs Leben und Terror (Matthias Matschke) will gar als Staatsanwalt Karriere machen - vergessen ist die schöne Zeit der "kreativen Anarchie".
Notgedrungen müssen sich die Sechs nach all den Jahren treffen und - wenn auch widerwillig - zusammenraufen um ihre belastenden, selbstgedrehten Filmaufnahmen von damals zu vernichten. Doch die Polizei ist ihnen unter Polizeiermittler Manowsky (Klaus Löwitsch) auf der Spur und bereits in Besitz der brisanten Filmrollen. Was nun? Es gilt sich der (verdrängten) Vergangenheit zu stellen und gleichzeitig sich der Fängen der Justiz zu entreissen... Keine einfache Aufgabe für die Sechs, die nun verschiedener kaum sein könnten.
Kinofilm-Rating
Was tun, wenn... einem kein gutes Rating einfällt? Man könnte auf altbewährtes zurückgreiffen, kurz die schauspielerische Leistungen tadeln, die Story zerreissen, Regie kritisieren, Hollywood verfluchen... Könnte man. Doch irgendwie würde das nicht so richtig zu Was tun, wenn's brennt? passen. Dieser kleine "Einblick" in die alternative, linke Szene hat sowas nicht verdient. Denn eigentlich ist der Film ganz gelungen. Etwas schlechtes fällt mir nicht wirklich ein. Allerdings aber auch nichts dass hier besonders gelobt werden müsste. Ein ganz normaler unterhaltender Film. Mit Til Schweiger. Aber der spielt nicht so cool, irgendwie war er schon besser. Gut, sicher nicht in Driven, aber beispielsweise in Der Eisbär. Da faszinierte mich Martin Feifel als Hotte schon mehr. Kann mir einer verraten wie sie das mit den Füssen gemacht haben? Man sieht da ja wirklich nicht viel...
Da mir wie schon erwähnt nicht mehr viel dazu einfällt, erlaube ich mir hier mal ND zu zitieren: "Mittelmässig, sie spielen zwar noch gut, aber die Story ist langezogen und interessiert mich nicht besonders.". Genau, danke.
Und ja, spielt nicht mit dem Feue! Hat mir meine Mami auch schon immer gesagt, das kommt nicht gut raus!
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4.3 Sterne (21 Bewertungen) | 4 Kommentare




