Distant - Uzak (2002)
Distant - Uzak (2002)
Oder: Home, sweet Home
Vor langer Zeit ist der Fotograf Mahmut Muzaffer Özdemir vom Land in die Grosstadt Istambul gezogen. Mehr oder weniger hat er sich diesem Leben angepasst, doch die Kluft zu seinen wahren Idealen ist immer grösser geworden.
Eines Tages taucht ein Verwandter aus dem Dorf auf, der in der Stadt eine Arbeit finden möchte, was sich aber als gar nicht so einfach herausstellt. Mehr Handlung hat der Film von Nuri Bilge Ceylan nicht, und die braucht es auch nicht, um die Veränderung eines Menschen, seiner Werte und Beziehungen durch das Leben in einer Millionenstadt, aufzuzeigen.
Kinofilm-Rating
UZAK ist einer dieser Filme, der in wenigen, halbleeren Kinosäälen der Schweiz nur einige Wochen laufen wird. Keine Plakate in der ganzen Stadt, keine Bombardierung mit TV-Werbespots. Einerseits ist das ja ganz gut so, andererseits ist UZAK einer der besten europäischen Filme des Jahres.
Um den Film zu mögen, bedarf es wohl Geduld. Der Film bewegt sich fast ohne Handlung und ist in äusserst stoischen Bildern fotografiert. Die Hauptfigur der Geschichte ist Fotograf und auch mir kam es manchmal vor, als würde ich mir ein Fotoalbum anschauen. Die Kamera bleibt oft so lange stehen, bis ich wirklich jedes Detail der Einstellung "aufgesogen" habe.
Was nun sich nun für die einen unter euch als schrecklich langweiliger Film anhören mag, war für mich eines der Kinohighlights dieses Jahres. Trotz wenig Dialog sind alle Charakter greifbar und gut gezeichnet. Die Isolation der kleinen Wohnung, in der Mahmut lebt ist deutlich spürbar und erdrückend. Ein poetisches Meisterwerk, dem jede/r von euch eine Chance geben sollte!
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4.8 Sterne (11 Bewertungen) | 4 Kommentare


