Treasure Planet (2002)
Der Schatzplanet
Treasure Planet (2002) Der Schatzplanet
Oder: Treasure you can't measure!
Jim Hawkins (Joseph Gordon-Levitt) ist ein ganz "normaler" Junge. Ohne Vater aufgewachsen, düst er mit seinem Board durch die Gegend und wird regelmässig von der Polizei zu seiner Mutter zurückgebracht. Eines Tages landet eine komische alte Echse (?!?) vor der Haustüre und ehe er sich versieht, ist Jim im Besitz einer Schatzkarte, die zu dem Schatz aller Schätze führen soll. Unterstützt von einem kauzigen Professor wird eine bunte Mannschaft angeheuert - das Abenteuer kann beginnen!
Als Schiffsjunge muss Jim unter den wachsamen Augen von Koch John Silver (halb Mensch, halb Cyborg - Brian Murray) so einiges über sich ergehen lassen, lernt aber gleichzeitig von Silver eine Menge für's Leben. Als dieser Silver (zusammen mit seinem komischen Kreaturen) das Schiff übernimmt, muss Jim zeigen, was er gelernt hat. Die Schatzkarte ist abhanden gekommen und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Wer wird den Schatz finden? Und spielt John Silver mit gezinkten Karten?
Kinofilm-Rating
Nach den Erfolgen von Hercules, Aladdin und Arielle die Meerjungfrau präsentiert das Regie-Duo Clements/Musker nun ihren bislang aufwändigsten Film. Unter ihren Händen wurde aus Robert Louis Stevenson's "Die Schatzinsel" ein furioses und intergalaktisches Abenteuer mit Humor, Action und Emotionen. Mit einem enormen Budget von 100 Mio. Dollar wird hier geklotzt und nicht gekleckert.
Mit schöner Regelmässigkeit kommen die "grossen" Disney-Zeichentrickfilme in unsere Kinos - meist gegen Jahresende und meist gegen Weihnachten. Mit ebenso schöner Regelmässigkeit werden die Animationen aber leider auch immer liebloser, die Storys vorhersehbarer und die "Magie" (mit der sich Disney schliesslich rühmt) nimmt auch immer wie mehr ab. Was waren das für Zeiten, als Aladdin und The Lion King uns zum Staunen brachten. Liebevoll animiert, schön gezeichnet und lustig. Mit diesem Schema scheint es wohl vorbei zu sein. Denn nach den "eckigen" Filmen wie Hercules, Pocahontas oder Atlantis, steht uns nun Treasure Planet ins Haus (resp. ins Kino).
Klar, die Geschichte der Schatzinsel ist bekannt, wurde aber hier in die Weiten der Galaxis verlegt. Die Bilder sind sehr schön, die Action ist bestimmt cool und die Figuren lustig. Aber irgendwie fehlte mir die gewisse "Charme", den ich bei den "kleineren" Filmen von Disney (Lilo & Stitch oder The Emperor's New Groove) so absolut genial finde. Vermarktbare Charakter hats ein paar, allen voran natürlich "Morphy", das kleine rote Dings, dass sich so ziemlich in alles verwandeln kann. Aber der Rest? Naja, halt wieder mal (leider) kein "Schmusi-Busi"-Disneyfilm.
Fazit: Die Zielgruppe ist älter als früher. Für die Kleinsten ist der Film nicht zu empfehlen. Schön anzusehen und leider nur bedingt witzig. Von einem Disneyfilm erwarte ich eindeutig mehr, aber wer Atlantis mochte, wird auch von Treasure Planet begeistert sein. Ich wars leider nicht.
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3.6 Sterne (27 Bewertungen) | 4 Kommentare



