Tadpole (2002)

Alle lieben Oscar

Tadpole (2002) Alle lieben Oscar

Oder: When a (jung) Man loves a (old) Woman

Tadpole

"Auf alten Pfannen lernt man kochen"

Oscar Grubman (Aaron Stanford) ist nicht der gewöhnliche Junge von nebenan. Mit zarten Alter von 15 Jahren hält er nicht viel von den pubertären Trieben seiner Mitschüler, nein, lieber liest er Voltaire - und noch lieber zitiert er ihn. An Frauen findet er die Hände am erotischsten... Besonders diejenigen seiner Stiefmutter Eve (Sigourney Weaver) haben's ihm angetan. Bis über beide Ohren in die neue Lebensgefährtin seines Vaters Stanley (John Ritter) verliebt, hat er sich schon unendlich viele Kniffe und Tricks ausgedacht, um ihr endlich, endlich seine Gefühle zu offenbaren.

An Thanksgiving jedoch gerät er unter Alkoholeinfluss in die Hände von Diana ( Neuwirth), Eves bester Freundin. Diese findet Gefallen am hübschen Jüngling und verbringt die Nacht mit ihm. Wie kann Oscar diese ungewollte Liebelei vor seiner Familie verstecken, ist doch Eve das eigentliche Objekt seiner jungen Begierde...


Kinofilm-Rating

Interessantes Konzept, schlechte Ausführung - so kann man Tadpole kurz und prägnant zusammenfassen. Die Geschichte an sich ist unterhaltsam und unkonventionell: ein Knabe verliebt in eine 40jährige Frau, die zu allem Übel seine Stiefmutter ist. Und als könnte es nicht komplizierter werden schläft er mit der ebensoalten Freundin, um es kurz darauf grausam zu bereuen.

Leider ist jedoch die Rolle von Oscar äusserst unpassend besetzt. Aaron Stanford ist mit seinen 25 Jahren viel zu alt als dass man ihm den 15-jährigen abkauft. So erscheint der Altersunterschied nicht besonders störend oder gar abstossend: Wären die Geschlechterrollen vertauscht würde jeder Sittenwächter aktiv... Selbst als in der Geschichte die Karten offen gelegt werden, beunruhigen sich weder Vater noch (Stief)Mutter - ist Oscar doch ein "intellektuelles" Bürschchen, da mögen, wie's scheint, einige einiges verzeihen.

Obwohl mit Sigourney Weaver eine Hollywoodgrösse auf der Cast-Liste steht sieht man dem Film das kleine Budget deutlich an. Gedreht wurde mit einer Digitalkamera in nur zwei Wochen, und dies sieht man leider dementsprechend deutlich (nein, keine Angst, so "schlimm" wie in The Blair Witch Project ists nicht!).

Der Gesamteindruck bleibt: mittelmässig unterhaltend.

3.5 Sterne
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09.02.2003 / th