Star Trek: Nemesis (2002)
Star Trek - Nemesis
Star Trek: Nemesis (2002) Star Trek - Nemesis
Oder: Glatzkopf trifft Glatzkopf
Dass die Trekkies dies noch erleben dürfen: Nach jahrelangen Reisen durch die unendlichen Weiten des Universums heiratet Officer William T. Riker (Jonathan Frakes) seine Kollegin, Counsellor Deanna Troi (Marina Sirtis), und zwar nach Art der Betazoiden. Nach seinen Flitterwochen wird er sich aus dem Team um Captain Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) verabschieden und sein eigenes Raumschiff übernehmen: die U.S.S. Titan.
So befindet sich die U.S.S. Enterprise nun auf der Reise zu Betazed, Troi's Heimatplanet. Doch wie so oft gibts viel Neues zu entdecken: Chefingenieur Geordi La Forge (LeVar Burton) ungewöhnliche elektromagnetische Signaturen, die vom nahe gelegenen Planeten Kolarus III zu stammen scheinen. Die genauere Analyse bestätigt den Verdacht, es sind die typischen Wellen eines Androiden. Doch nicht irgendeines, nein, sondern des Prototyp von Lieutnant Commander Data (Brent Spiner).
Kurz darauf trifft eine unerwartete Nachricht von Admiral Janeway (Kate Mulgrew) ein: Der neue Anführer der Romulaner - seit je her Feinde der Föderation - will ein Friedensabkommen unterzeichnen. Die Enterprise ist das zur neutralen Zone nächste Raumschiff und wird deshalb zu den Verhandlungen ab beordert. Wie Aufrichtig die Absichten des romulanischen Praetors wohl sind?
Die Überraschung und Verwirrung ist umso grösser, als sich der Praetor als menschlicher Klon von Jean-Luc Picard himself zu erkennen gibt. Shinzo (Tom Hardy) genannt, entstammt einem romulanischen Kriegsplan, Picard auszutauschen. Dieser Plan wurde jedoch vor langer Zeit aufgegeben. Shinzo gelangte so zum Vizekönig von Remus (Ron Perlman). Den Rest kann man sich ausdenken: ein bisschen Intrigieren, ein bisschen Rebellieren, und schon ist man romulanischer Praetor.
Doch so interessiert sich Shinzo an einem Friedensvertrag zeigt, so unglaubwürdig erscheint dies Picard und seiner Crew. Die Tatsache, dass der Klon in Besitz einer Waffe mit unvorstellbaren Zerstörungskraft ist, hilft auch nicht wirklich...
DVD-Rating
Star Trek lädt zu einem weiteren Abenteuer in den unendlichen Weiten ein. Die „next Generation"-Crew, unterstützt von alten Bekannten wie General Janeway (Kate Mulgrew) und Guinan (Woopie Goldberg), vollbringt hier ihre wahrscheinlich letzte Tat. Mit einem Budget von über 70 Mio Dollar, einer (lang erwarteten) Hochzeit von Will Riker (Jonathan Frakes) und Deanna Troi (Marina Sirtis) und aufgemotzten Special-Effects wird uns hier ein Spektakel versprochen, dass die Einspielrekorde der Star-Trek-Filme brechen soll. Da dieses Vorhaben in die Tiefen des Alls verschwand und der Film mächtig an den Kinos floppte, scheint es nun definitiv zu sein, dass sich die "Next Generation" nicht mehr auf die grossen Leinwand wagt..
„Der Weltraum. Unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des neuen Raumschiff Enterprise." Tja, wer kennt‘s nicht. So beginnen im TV die Folgen der „Next Generation". Nun ist die Crew um Captain Picard ein weiteres Mal zusammengekommen, um die Welt von übermorgen von einem Bösewicht zu retten. Die Tatsache, dass nur jeder Star Trek Film erfolgreich ist, der eine gerade Zahl hat (2,4,6,8 und jetzt 10) machte mich doppelt neugierig und dementsprechend war ich gespannt auf Star Trek: Nemesis.
Die Geschichte fängt sehr lustig an. Überhaupt sind die ersten 15 Minuten so ziemlich das witzigste, das Star Trek in den letzten Jahren zu bieten hatte. Ein Captain, der Sprüche klopft ("The Bridge is yours, Mr. Troi..."). Eine Heirat, welche einen Androiden zum Singen anregt und einem Klingonen Kopfschmerzen bereitet. Einfach herrlich, der Anfang... Danach geht‘s aber definitiv los. Ein Androiden-Doppelgänger von Data wird gefunden. B-4 (Achtung Wortspiel: „Be-Fore"...), welcher die Enterprise auf die Spur eines verzweifelten Bösewichtes bringt. Dem Klon von Jean-Luc Picard! Die Ausgangslange ist gegeben und das Abenteuer sprengt so ziemlich jeden Star Trek-Rahmen. Weltraumschlachten at their best! Effekte dass es nur so eine Freude ist und ein Bösewicht, dessen Handeln man in irgendeiner Weise sogar noch verstehen kann. Sehr gut!
Über die Schauspieler braucht man fast keine Worte zu verlieren. (ich mach‘s trotzdem..) Natürlich kann man nicht die ganze Führungscrew gleichwertig in einem Film einsetzen. So sind es auch dieses Mal hauptsächlich Captain Picard und Commander Data, die den Film an sich reissen. Als zweites „Hauptrollen-Paar" sind dann aber Commander Riker und seine frisch Angetraute Deanna Troi zu nennen. Auch ihnen gibt man viel Platz zur Entfaltung und Riker zeigt was passiert, wenn man sich seiner Frau zu sehr nähert... Der Rest der Crew (Crusher, La Forge, Worf) haben zwar ihre Szenen, sind aber eher selten in den Hauptsträngen anzutreffen, was vor allem beim Klingonen Worf eigentlich schade ist...
Spielen tun sie alle sehr gut und ein wenig Nostalgie kommt schon auf, wenn man die Jungs und Mädels in ihren Uniformen kämpfen sieht. Dazu kommen noch Auftritte von Star-Trek-Celebrities wie Wesley Crusher (sitzt am Hochzeitsbankett neben seiner Mutter), Guinan (Small-Talk mit La Forge) und Catherine Jeaneway (gibt Picard Befehle!). Und wenn man (nach dem Film) darüber nachdenkt, wer den nun jetzt den Tag gerettet hat, wird man auf einen ziemlich unerwarteten Namen stossen. Mir gings auf alle Fälle so...
Wenn schon der Film nicht erfolgreich war, dann soll die DVD die Fans zum staunen bringen. Und tatsächlich. Die Scheibe hat mächtig viele Extras. Angefangen von diversen Kommentaren über Regie, Actionsequenzen oder die "Familie" von Star Trek, gibt es Fotogallerien und einige gelöschte Szenen, wobei vor allem der eigentliche Schluss des Filmes (Picard begrüsst seinen neuen ersten Offizier) besser in den Film gepasst hätten, als die bekannten... Eine Widescreen-Version ist abrufbar und in Sachen Ton ist 5.1 Surround in Englisch und Deutsch angesagt. Ein gutes Paket, das man als Fan richtig geniessen kann....
Fazit: Ein sehr gelungenes Abenteuer der „Next Generation"-Crew, welches für jeden Fan der Serie ein Muss ist. Dazu noch Action und Special-Effekte vom Feinsten und eine Handlung, die‘s in sich hat. Ich frage mich, warum der Film in den Staaten nur so wenig eingespielt hat. Denn Star Trek: Nemesis ist ein herrliches Sci-Fi-Abenteuer erster Güte.
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3.4 Sterne (69 Bewertungen) | 13 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 01.12.2004
- Bildformat: 1: 1.85
- Sprachen: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Kapitelstruktur, Kommentar von Regisseur Stuart Baird, Neue Grenzen: Stuart Baird über die Regie von "Nemesis", eine wagemutige Visioni der "Letzten Grenze", die letzte Reise der Star Trek Familie, Roter Alarm! Dreharbeiten der Actionszenen von Nemesis, gelöschte Szenen, Fotogalerie





