Solaris (2002)
Solaris (2002)
Oder: Clooney als das Fudi der Sci-Fi Nation
Zeit der Zukunft. Dr. Chris Kelvin (George Clooney) - Psycho-Kundler seines Fachs - wird gebeten, das unerklärliche Verhalten einer kleinen Wissenschafter-Gruppe an Board der Weltallstation "Prometheus" zu untersuchen. Diese haben nämlich-dämlich ihrerseits ohne Grund und mehr als plötzlich den Funkkontakt zur Erde abgebrochen.
Dr. Kelvin sieht sich eine Kommunikations-Recording seines guten Freundes Gibarian (Ulrich Tukur) - dem Missions Commander an - der ihn direkt adressiert und an Board der "Prometheus" einlädt; er nötigt ihn geradezu, zu ihm zu kommen. Doch einer Nachfrage und einem Nachhaken für die Gründe weicht Gibarian immer wieder aus.
Schliesslich beschliesst Dr. Kelvin - nicht ohne geweckte Neugier - sich die Sache vor Ort anzusehen. Doch als dieser auf der "Prometheus" ankommt, ist er geschockt: Gibarian hat "inzwischen" Selbstmord begangen und die zwei übriggebliebenen Wissenschafter zeigen extreme Stresssymptome und Paranoia-Schübe, die offensichtlich irgendwo ihren Ursprung in den Untersuchungen des Planets "Solaris" haben.
Kommt Zeit, kommt auch Dr. Kelvin mit der einzigartig verwirrenden Welt voller Mysterien rund um Projekt "Solaris" in Berührung. So bietet ihm ebendiese "Solaris" eine zweite Liebes-Chance: Seine verstorbene Frau Rheya (Natascha McElhone) taucht urplötzlich und so richtig wiederbelebt auf der Station auf. Doch dahinter steckt mehr als ein Zurückdrehen der Zeit und ein Verhindern oder Gutmachen alter Fehler... denn die Sache hat mehr als einen Haken.
Kinofilm-Rating
George Clooney behält meiner Ansicht nach Recht, wenn er die Kritiker von Solaris zurechtweist, indem er ihnen sagt, sie sollen zuerst selber einen Film drehen, bevor sie sich über die Werke anderer negativ auslassen. Berlinale pur... ;). Somit werd' ich mich baldmöglichst an ein eigenes Filmprojekt wagen, damit ich mich für meine OutNow'schen Kritiken nicht ständig bei solchen Herren wie Clooney rechtfertigen muss.
Doch vorerst muss ich trotzdem ein bis zwei Wörtchen zu Solaris loswerden. Die Filmstory und die Dialoge sind interessant gewählt, klug zusammengesetzt und das Cast entsprechend eingebunden. Maintopics sind z.B. die Auferstehung einer geliebten Person, das menschliche Ver- und Bearbeiten grosser Liebesverluste, die schwere Entscheidung zwischen beinah harmonischer Illusion mit einem grossen Haken X und schmerzlicher Wahrheit mit einem grossen Haken Y. Soweit so gut. Das Ganze tönt also sehr spannend und anspruchsvoll (was wir besonders lieben, oder?).
Le Movie beginnt für einen Vielgucker perplexisierend. Kein Titel, kein Vorspann. Mal 'was ganz Neues. Zum Grundbild gehört ein Ambiente, das an sterile, makellose, grau-blaugefasste Labors ("Prometheus") erinnert. Diese Farbgestaltung passt zwar wunderbar und verpackt Solaris schön stylish, doch irgendwann geht einem diese Eintönigkeit auf den Keks, was von den Herstellern wohl exquisit gewollt ist. Dafür sind die Flashbacks von Dr. Kelvin in gegenteiligen, d.h. wärmeren Farbtönen gehalten.
Zu Clooney Po sag' ich nichts mehr; es gibt wirklich schönere Hinterteile. Anstelle zweier Backen hätte Regisseur Steven Soderbergh besser einen futuristischen IBM Computer, der sprechen und selbständig philosophieren kann miteingebaut. Denn daran erinnert Solaris von seiner Machart und Basisgeschichte: 2001 - A Space Odysee.
Und zum Fazit nur soviel: Wegen guter filmischer Basis, empfehl' ich Solaris vor allem Clooney-VergötterInnen. Das restliche Publikum sei gewarnt: Euch wird's nur in seltenen Fällen vom Sessel reissen. ... komisches Fazit.
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