Shark Attack 3: Megalodon (2002)

Shark Attack 3: Megalodon (2002)

Oder: Hailiges Fressgelage!

Shark Attack 3: Megalodon

Schni Schna Schnappi

Vor der Küste Mexikos geht der Hai um. Das Viech frisst sich durch die unvorsichtigen Menschen und wird zur Bedrohung eines ganzen Landstrichs. Ben Carpenter (John Barrowman) macht bei einer Unterwasserreparatur einen beunruhigenden Fund: einen riesigen Zahn, der nicht so recht ins Schema der bekannten Haifische passt. Aus diesem Grund stellt er ein Foto davon ins Internet, wo die Paläontologin Cataline (Jennifer McShane) bald anbeisst. Denn dieser Zahn gehört einem "Megalodon", einem eigentlich längst ausgestorbenen Riesenhai.

Die Jagd beginnt. Erstmal soll das Riesending nur gekennzeichnet werden, aber als unser dynamisches Duo Zeuge eines grässlichen Vorfalls wird, der Hai hat ja schliesslich Hunger, soll er dran glauben. Mit einem Mini-U-Boot und einem zerstörerischen Torpedo ausgerüstet, soll dem Unterwassergiganten den Gar aus gemacht werden. Dumm nur, dass sich unsere Helden dafür in den Lebensraum des Megalodon begeben müssen. Und dieser ist weiterhin gefrässig...


DVD-Rating

Der Hai im Hollywoodfilm hat natürlich den grossen Übervater Jaws, und irgendwie müssen sich halt alle Produktionen mit gefrässigen Fischen an diesem messen. Alle? Nein, solche Trashgranaten wie Shark Attack 3: Megalodon nicht. Im Gegenteil, diese Produktion ist so grottenschlecht, dass sie bitte nicht im gleichem Atemzug mit Spielbergs Klassiker zu nennen ist.

Shark Attack 3: Megalodon ist eine Katastrophe. Und damit ist nicht mal die strohblöde Geschichte gemeint, in der sich Leute reihenweise ins Wasser begeben, um einen Urhai zu bekämpfen. Das Freche am Film sind die Spezialeffekte, die so schlecht sind, dass man auch als total Unwissender einen Heulkampf bekommt. Wenn der Hai einen Menschen frisst, werden Sequenzen eingespielt, die einen Hai beim Fressen eines anderen Fisches zeigen. Wahrscheinlich aus einer Hai-Dokumentation geklaute Bilder sollen den Eindruck von Grauen und Gefahr vermitteln. Daraus wird leider die ultimative Lachnummer. Dass sich einzelne Szenen (Marlin-Fischfang) wiederholen, man sich beim Finale nicht mal die Mühe gemacht hat, gute SFX zu probieren und sich die Grösse des Fisches regelmässig ändert, setzt dem Witz noch die Krone auf. Echt, nichts gegen Trashfilme, aber wenigstens ein bisschen Mühe hätten sich die Macher geben können.

Schauspielerisch wird ebenfalls lausige Qualität geboten. Keiner der Darsteller kann sich aus dieser langweiligen und peinlichen Story herausheben, und so bleibt das Niveau des Schauspiels extrem niedrig. Da hilft auch die natürlich extra eingefügte Sexszene der Hauptfiguren nichts. Denn die ist schneller zu Ende, als man "Quarkfilm" sagen kann.

Fazit:Shark Attack 3: Megalodon ist eine Lachnummer und erinnert an Gurken wie Hai Alarm auf Mallorca. Schlechtes Schauspiel und die peinliche Story werden nur durch die amateur- und lachhaften Spezialeffekte überboten. Eine Sichtung dieses Teils ist echt nur für Liebhaber ganz übler Filme zu empfehlen.

Die DVD hat ein paar Trailers zu bieten, verzichtet aber sonst auf Bonusmaterial. Dafür fehlen auch die Untertitel, so das wir zwischen der deutschen und englischen Fassung entscheiden müssen. Dass die Synchro hölzern und ohne Atmosphäre daherkommt, passt zu dieser mehr als überflüssigen Produktion.

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05.07.2010 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 05.06.2003

  • Bildformat: 16:9
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Deutsch (DTS 5.1); Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: keine
  • Extras: Trailer