The Scorpion King (2002)
The Scorpion King (2002)
Oder: live free, die well!
Sehr frühes Ägypten. Ein brutaler Herrscher, Memnon (Steven Brand) regiert über das Land und tyrannisiert das ansässige Volk. Seine Taten werden durch Visionen einer Zauberin (Kelly Hu) unterstützt, die die Gabe besitzt, in die Zukunft zu schauen. Als nur noch wenige der Bauernstämme am Leben sind, schliessen sie sich zusammen und engagieren Söldner. Einer von ihnen ist der unerschrockene, mutige und tödliche Mathayus (Dwayne Johnson aka. The Rock). Sie erhalten die Aufgabe, die Hexerin zu töten und somit den Herrscher seiner Stärke zu berauben.
Obwohl der mächtige Balthazar (Michael Clarke Duncan) seine Zweifel an der Loyalität der Söldner hat und sehr kritisch ist, schliesst er sich im Verlauf des Filmes Mathayus an. Mathayus ist es auch, dem es gelingt, die Hexerin ausfindig zu machen. Allerdings tötet er sie nicht, sondern entführt sie in die Wüste. Verfolgt von den Schergen Memnons (angeführt von Ralf Möller) muss sich nun Mathayus der Gefahr stellen. Denn seine Rache ist erst perfekt, wenn er den Mörder seines Bruders ebenfalls getötet hat. Die finale Abrechnung kann beginnen...
Kinofilm-Rating
Ein Wrestler in seiner ersten grossen Rolle. Ein Film, der eigentlich mit der Mummy-Geschichte nicht viel zu tun hat. Gute Voraussetzungen für einen guten Film? Jawohl! Obwohl ich natürlich als Wrestling-fan ein bisschen voreingenommen war, hat mich der Film nicht enttäuscht. Und ich denke, wenn man sich nicht zuviel erhofft, kommt man hier ganz klar auf seine Kosten. Die Handlung beginnt eigentlich recht klassisch: Böser Herrscher überrollt ein armes Land und killt jeden, der sich nicht seinen Truppen anschliessen will. Bis nur noch ein paar "rebellische" Stämme übrig sind, die sich wohl oder übel zusammenschliessen müssen, um der Gefahr entgegen sehen zu können. Dann wird The Rock engagiert, der das ganze in Ordnung bringen soll. Natürlich traut man ihm nicht und er muss sich erst im Kampf beweisen. Überhaupt wird in diesem Streifen recht viel gekämpft. Schwerterklingen werden gekreuzt und die Fäuste werden geschwungen. Aber so etwas gehört nun mal dazu. Die Geschichte nimmt dann seinen Lauf und dem Helden werden ein geschwätziger Sidekick, ein kleiner, pfiffiger Junge und eine schöne Frau zur Seite gestellt. Also im eigentlichen nichts neues...
Dass der Film trotzdem gut ist, hat ein paar Gründe. Erstens nimmt sich der Streifen zu keiner Zeit zu ernst. Da werden Witze gemacht, Leute vermöbelt, der Held wird von kleinen Kindern an der Nase herumgeführt usw. Die Actionszenen sind sehr gelungen, die Musik (vor allem der Titelsong und der Song am Ende) sind richtig gut. Die Schauspieler werden eher körperlich, denn schauspielerisch gefordert. Und so machen allesamt eine gute Figur. Sogar The Rock darf seinen muskulösen Oberkörper laufend zur Schau stellen und Kelly Hu ist mehr als nur einmal nackt (man sieht aber nix... leider!) an seiner Seite.
Fazit: Gute Unterhaltung, besser als ich gedacht hatte. Kein Meisterwerk (aber das war ja Conan seiner Zeit auch nicht...), aber gutes, actionreiches Kino für verregnete Sommertage. Eine Fortsetzung ist (nach dem man den Film gesehen hat, wird das einem schnell bewusst) nur eine Frage der Zeit. Wrestlingfans, Mummy-Liebhaber und Prügelfilm-Freunde müssen sich den Streifen ansehen. Für den Rest kann's nicht schaden...
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3.4 Sterne (57 Bewertungen) | 10 Kommentare



