Road To Perdition (2002)
Road To Perdition (2002)
Oder: Von Fotographen und anderen Mördern...
Michael Sullivan (Tom Hanks) ist verheiratet mit Annie (Jennifer Jason Leigh) und Vater von zwei Söhnen. Seinen Beruf hat er seinen Söhnen bisher erfolgreich verschwiegen - er ist ein professioneller Killer. Sullivan arbeitet für John Rooney (Paul Newman), den er auch als Ersatz-Vater ansieht und der "Grossvater" von Sullivan's Söhnen ist. Als sein älterer Sohn Michael (Tyler Hoechlin) eines Tages zu neugierig ist, sieht er seinen Vater und dessen Partner Connor Rooney (Daniel Craig) bei einer Überreaktion einen Gegner erschiessen. Connor bemerkt den Jungen und will den Zeugen beseitigen. Es misslingt ihm aber und er tötet stattdessen Sullivan's Frau und dessen jüngeren Sohn. Sullivan und sein noch lebender Sohn fliehen, müssen sich nun aber gegen eine ganze Sippschaft von Mafia-Häschern wehren und zudem wurde auch noch der Profikiller Maguire (Jude Law) auf sie beide angesetzt. Doch Mike Sullivan, selber einer der Besten im Geschäft, setzt sich zur Wehr...
Kinofilm-Rating
Schwarze Hüte, lange Mäntel, grosse Pistolen. Aus diesen Zutaten ist ein Mafiafilm gemacht. Auch hier wird dieses Klischee aufgenommen und in dunklen und teilweise düsteren Bildern wird die Geschichte erzählt. Ein Vater und sein Sohn auf der Flucht. Eine Beziehung, die Anfangs eher distanziert ist, sich aber schnell weiterentwickelt und zwischen den beiden Figuren langsam eine Vertrautheit wahr werden lässt. Dazu die Action-Szenen, in denen geballert und gemordet (natürlich auch hier im strömenden Regen...) wird. Klassisch halt.
Schauspielerisch gibt es an diesem Streifen gar nichts auszusetzen. Tom Hanks (man mag ihn oder nicht) ist nun halt einfach mal einer der besten Schauspieler, den Hollywood zu bieten hat. Dazu kommt Altstar Paul Newman, der in seinen Szenen sehr zu überzeugen weiss. Die gemeinsamen Sequenzen mit Hanks und Newman schliesslich auch die Höhepunkte des Filmes. Vor allem natürlich die Schlussbegegnung. Aber auch alle anderen Schauspieler sind grandios und zeigen wahrhaftige schauspielerische Glanzleistungen.
Auszusetzen gibt es nur an der Story etwas. Treu der Comicvorlage (!) folgend, ist die Handlung zwischendurch etwas langatmig und unspektakulär. Auch war der Film teilweise ein bisschen zu ernst. Etwas Auflockerung zwischendurch hätte sicherlich niemandem geschadet. Aber dass die Story dadurch an Glaubhaftigkeit verloren hätte, ist anzunehmen. Denn Road to Perdition ist ein Drama erster Güte.
Fazit: Empfehlenswert für jeden Gangsterfilm-Fan und alle, die wieder mal richtig dramatisches, "grosses" Hollywood-Kino sehen wollen. Ein erster Favorit für die Oscar-Verleihungen 2003...
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4.5 Sterne (101 Bewertungen) | 9 Kommentare


