Resident Evil (2002)
Resident Evil - Genesis
Resident Evil (2002) Resident Evil - Genesis
Oder: Totgesagte leben eben doch länger!
Irgendwo unter Racoon City führt die mächtige weltweit tätige Umbrella Corporation ihr geheimes Forschungslabor The Hive. Im riesigen unterirdischen Laboratorium wird für die Medikamenten- und Life-Care-Produzentin fleissig nach neuen militärischen Technologien und Biowaffen geforscht und experimentiert.
Überwacht wird der ganze Komplex von einem Hochleistungscomputer (Michaela Dicker) - liebevoll Red Queen genannt. Alles gerät aus den gewohnten Bahnen, als ein gefährliches Virus freigesetzt und über die Klimaanlage im Hive verteilt wird. Red Queen berechnet schnell und kommt zur einzig möglichen Lösung: Abschottung des ganzen Gebäudes und Töten der Forscher durch Nervengas. Käme der genmutierte und hochgradig ansteckende T-Virus an die Erdoberfläche, wäre die totale Katastrophe perfekt.
In einer Wohnung oberhalb des Hives wacht inzwischen eine völlig verwirrte Alice (Milla Jovovich) in der Dusche (*lechz*) auf, ohne Gedächnis, identitätslos und offensichtlich mit einem Mann namens Spence (James Purefoy) verheiratet. Doch für nähere Nachforschungen bleibt keine Zeit: Ihre Wohnung wird von einem Aufklärungskommando gestürmt, welches Alice's Report will. Report? Die Gute steht unter dem Einfluss des Betäubungsgases und weiss von nichts, ebensowenig wie Spence und der ebenfalls anwesende Matt (Eric Mabius).
Nach kurzem Briefing über den Unfall begleiten Alice und die anderen die von Umbrella Corporation geschickte schwer bewaffnete Spezialeinheit unter der Leitung der kaltblütigen Rain (Michelle Rodriguez) in den Hive. Ziel: untersuchen, allfällige Überresten des Virus vernichten und die Red Queen resetten.
Doch nicht nur der Supercomputer und seine zahlreich vorhandenen Verteidigungsmechanismen sind noch immer voll funktionsfähig und aktiv: der T-Virus hat die Fähigkeit tote Wesen zu reanimieren. So geistern an 500 Hive-Mitarbeiter, etliche Versuchstiere und anderes mutiertes Getiere als Zombies durch die Gänge, hungrig, auf der Suche nach Frischfleisch... Bring it on!!
Kinofilm-Rating
Und wieder einmal wirds versucht: Während der Transfer von Film zu Game schon etliche Male (man erinnere sich beispielsweise an die schon legendäre Indiana Jones Reihe) erfolgreich verlief, happertes in umgekehrter Richtung doch schon des öfteren: Mortal Kombat? Igh! Tomb Raider? Naja. Resident Evil? Oha! Wider ersten Erwartungen hinterlässt die neuste Spielverfilmung doch einen guten Eindruck.
Klar, die Handlung ist nicht neues und erscheint aus mehreren anderen Filmen zusammengeklaubt (Hallo Aliens, was macht ihr denn im CUBE?). Misslungene Experimente, durchgedrehte Computer, hordenweise dummer Zombies, mutierte Biester: alles schon gehabt. Die interessante Frage ist jedoch: Wann? Es scheinen schon Jahre vergangen seit dem letzten guten Action-Knaller-Geballer. Während wir seit längeren mit Dramen, Schnulzen und schwachen Komödien nur so überhäuft werden, fehlte von Pistolenheld(inn)en jede Spur.
Mit Milla Jovovich als Alice wird dieses Manko nun doch zumindest teilweise kompensiert. Das russische Ex-Model hat mit ihrer Rolle nun ein für allemal bewiesen, was sie wirklich kann: beeindrucken. Der Rest des Casts kommt monotoner daher. Bis auf die aus Girlfight bekannte Michelle Rodriguez alles unbekannte Gesichter... Beinahe: "Ist das da nicht die Heike Makatsch?" - Jawoll. Und ja, es IST wirklich eine deutsche Produktion, die den Hollywood-Produktionen konkurriert und ihnen in nichts nachsteht.
Man mag sich streiten ob der Film nun die dunkle gruselige Endzeit-Atmosphäre des Spiels auf die Leinwand bringt. Ob die Zombies nicht in ein vergangenes Jahrtausend gehörten. Ob man nicht lieber das Game spielen sollte. Egal, hauptsache mal wieder Geballer aus holder Frauenhand!
![]()
3.4 Sterne (147 Bewertungen) | 38 Kommentare




