Reign of Fire (2002)
Die Herrschaft des Feuers
Reign of Fire (2002) Die Herrschaft des Feuers
Oder: Haste mal Feuer?
Im London der Gegenwart wird der 12-Jährige Quinn Zeuge, als seine Mutter (Alice Krige) und deren Arbeiter bei Bauarbeiten versehentlich einen uralten, schlafenden Drachen (!) wecken. Der ist dementsprechend sauer und so nimmt die Verwüstung der Erde seinen Lauf. 20 Jahre später ist Quinn (Christian Bale) der Anführer einer Sippschaft, die sich vor den Drachen versteckt und in einer abgelegenen Ruine haust. Die Drachen vernichten alles, was sich bewegt und die Menschheit steht am Abgrund.
Auftritt Amerikaner! Van Zan (Matthew McConaughey) ist ein Jäger der besonderen Art. Seine Bestimmung ist es, das Drachenvieh zu erledigen und damit die Menschheit zu retten. Und zwar auf eine Weise, die man nicht für möglich hält. Da er mit seinem Auftreten und seiner Vorgehensweise so ziemlich alles zunichte macht, was Quinn aufgebaut hat (Menschenlager, Unterschlupf, Essen..) bilden sich so natürlich Spannungspunkte. Und der Drache schläft auch nicht...
DVD-Rating
Gleich vorweg: ganz so schlecht wie von vielen beschrieben, ist Reign of Fire nicht, hat man sich einmal dazu durchgerungen, sich einfach nur (feurig) unterhalten zu lassen - das muss man aber vorher wissen, aber seien wir ehrlich: von einem Film wie Independence Day haben wir ja auch nicht gerade eine anspruchsvolle, hintergründige Story erwartet. Natürlich sieht man dem Film bald einmal an, das böse an ihm herumgeschnitten und gekürzt wurde. Über die zahlreichen Logiklöcher sollte man auch nicht allzu lange nachdenken, bringt nichts. Und dass der Film keine grossen Mimenspiele zulässt (und dies die angeheuerten Darsteller hier auch nicht liefern - McCounaughey's Charakter ist ein richtiger Stinkstiefel und so wird er auch gespielt), das mag ihm auch noch verziehen werden. Das Flair eines 80er Jahre Spektakels ohne viel Anspruch hat Reign of Fire allemal und die oft als unterdurchschnittlich hingestellten CGI-Effekte sind zumindest im Fernseher nicht derart auffällig „schlecht". Schade, dass das Finale ein bisschen an packender Spannung zu wünschen übrig lässt und nicht nett: die auf dem Plakat abgebildeten Kampfhubschrauber sind auch nur der Phantasie des Zeichners entsprungen. Dem reisserischen Werbetext zum Film „sie sind extrem intelligent, hochentwickelt..." sollte man also auch nicht zu viel Glauben schenken.
Wer einen recht gut gemachten, anspruchslosen Endzeitfilm zu später Stunde geniessen will, der kann sich Reign of Fire problemlos in den Player legen. In diesem Kontext ist der Film ein Winner.
Wirklich beeindruckend ist die tosende Tonspur, die wohl so manchen Nachbarn aus den Federn hüpfen lassen dürfte, auch das Bild vermag zu überzeugen. Weniger aber die Bonussektion mit eher langweiligen und zur Genüge bekannten Kurzdokumentationen.
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3.2 Sterne (85 Bewertungen) | 7 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 14.08.2003
- Bildformat: 1:2.35 (16:9)
- Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Hebräisch, Griechisch
- Extras: Making Of's: Die digitale Geburt einer Kreatur des Schreckens + Das feurige Inferno gewinnt Gestalt; Erläuterungen des Films und seiner Hintergründe von Regisseur Rob Bowman; Kinotrailer; Demoversion des Videospiels "Die Herrschaft des Feuers"



