Real Women have Curves (2002)

Real Women have Curves (2002)

Oder: Don't eat the flan...

Real Women have Curves

*smile*

Die 18-jährige Ana (America Ferrera) aus einer amerikanischen Familie mexikanischen Ursprungs soll trotz eines aussergewöhnlich guten Schulabschlusses nicht aufs College gehen. Dagegen ist vor allem ihre Mutter Carmen (Lupe Ontiveros), die nicht einsieht weshalb ihre Tochter trotz guten Zuredens ihres Lehrers Mr. Guzman (George Lopez), auf eine teure Universität gehen soll, wo sie doch lieber abnehmen, sich einen Mann suchen, heiraten und Kinder kriegen soll. Deshalb wird Ana dazu verdonnert im Schneideratelier ihrer älteren Schwester Estella (Ingrid Oliu) zu arbeiten. Zunächst verabscheut Ana die Arbeit, doch als ihre Schwester in finanzielle Schwierigkeiten gerät beisst Ana die Zähne zusammen und tut alles um sie zu unterstützen. Und auch etwas anderes gelingt ihr: Sie bringt ihre Arbeitskolleginnen dazu, sich und ihre Kurven zu akzeptieren und zu lieben.

Nebenbei entwickelt sich zwischen Ana und ihrem Schulkollegen Jimmy, ganz herzig gespielt von Brian Sites, eine Liebesbeziehung. Und das obwohl Ana als Jungfrau in die Ehe gehen soll. Augenzwinkernde Unterstützung bekommt sie dabei zum Glück von ihrem Grossvater (Felipe de Alba). So sucht sich Ana geschickt einen Weg zwischen den Vorstellungen ihrer Eltern und ihren eigenen. Frauen nehmt euch ein Beispiel an ihr...


DVD-Rating

Dieser Film ist Balsam auf der Seele jedes Menschen, der mit zu vielen Pfunden kämpft. Warmherzig, realistisch und mit ausreichend Selbstbewusstsein geht Jungschauspielerin America Ferrera als Ana ihren Weg in die Unabhängigkeit. Treffend wird das Milieu herzensguter, aber in ihrer Tradition verwurzelter mexikanischer Einwanderer beschrieben. Besonders Lupe Ontiveros als Madre Carmen spielt überzeugend die altmodische, wehleidige und manchmal unfaire Mutter, die für ihr Kind nur das Beste will, aber vieles dabei falsch macht. Überhaupt hat Regisseurin Patricia Cardoso vor allem mit den weiblichen Schauspielern einen Glücksgriff getan - man nimmt ihnen ihrer Sorgen, auch um das eigene Aussehen ab.

Trotz des nicht einfachen Themas kommt der Film beschwingt daher. Die Dialoge, halb auf Englisch, halb auf Spanisch sind kurzweilig, humorvoll und aus dem Leben gegriffen. Einige Szenen versprühen besonders witzigen Charme. So zum Beispiel als Anas Mutter Carmen, eine Frau um die fünfzig, glaubt sie sei schwanger. Beim Arzt stellt sich heraus, dass sie wohl in die Wechseljahre gekommen ist - für sie ein völlig unbekanntes Phänomen.

Die Ausstattung der DVD ist bescheiden, ausser dem Trailer und einem kurzen Bericht über die Filmpremiere hat sie nichts zu bieten. Doch das ist in diesem Fall nicht so wichtig. Denn wenn einem einmal nicht ganz wohl ist in der eigenen (vielleicht als zu dick empfundenen) Haut, ist dieser Film sehr zu empfehlen. Remember: Don't eat the flan...


OutNow.CH:

Bewertung: 4.54.5

 

27.03.2004 / boxi

Community:

Bewertung: 4.3 (6 Bewertungen)

 

 

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