The Quiet American (2002)

Der Stille Amerikaner

The Quiet American (2002) Der Stille Amerikaner

Oder: Krieg um eine Frau

The Quiet American

Thomas Fowler erlebt den Wahnsinn des Krieges

In dem von den Franzosen besetzten Saigon 1952 treffen sich der britische Journalist Thomas Fowler (Michael Caine) und der amerikanische Mediziner Alden Pyle (Brendan Fraser). Eine Freundschaft entsteht zwischen den beiden Männern, doch diese Freundschaft wird bedroht. Natürlich hat das Ganze mit einer verführerischen Frau zu tun...

The Quiet American

Miss Saigon 2003?

Der verheiratete Fowler unterhält eine Liebschaft mit der jungen, schönen Vietnamesin Phuong (Do Thi Hai Yen). Pyle verliebt sich nach kurzer Zeit in Fowlers Geliebte. Er bietet ihr an, sie nach Amerika mitzunehmen und zu heiraten. Da Fowlers Frau in London sich nicht scheiden lassen möchte, kann dieser Phuong weniger bieten als der junge Amerikaner...

Für wen wird sich Phuong entscheiden? Was wird geschehen, wenn der Journalist Thomas Fowler in den Norden reisen muss und Phuong mit Pyle zurücklässt?


Kinofilm-Rating

The Quiet American hat mich überrascht und enttäuscht. Philip Noyce, der für seine Jack Ryan Thriller mit Harrison Ford bekannt ist, wagt sich hier an etwas ernsteren Stoff. Die Atmosphäre ist bestechend und erzeugt oft Gänsehaut. Formal also perfekt und auch die Schauspieler sind klasse.

Michael Caine wurde für seine Darstellung für einen Oscar nominiert und das nicht ohne Grund. Bei Caine hatte ich keine Sekunde das Gefühl, dass er mir etwas vorspielt. Nein, sein Charakter schien so real wie in einem Dokumentarfilm.

Eine grosse Überraschung war für mich Brendan Fraser. Ich kannte den Schauspieler bisher nur aus Filmen, die sich nicht so ernst nahmen wie dieser. Ich hatte in den Anfangsminuten Mühe mir diesen George of the Jungle als verletzlichen, sensiblen, intelligenten Alden Pyle zu akzeptieren, doch je mehr ich mich mit dieser Figur auseinandersetzte wurde mir klar, dass Brendan auch in solch einer Rolle viel Glaubwürdigkeit und Charisma beweist.

Das grösste Manko dieses Filmes ist wohl bei der Spielzeit zu finden. Zu gerafft scheint alles zu sein, zu wenig geht der Film dort in die Tiefe, wo es interessant gewesen wäre. Auch schwankt der Film so oft zwischen Liebesmelodrama, Thriller und Kriegsfilm, dass der Zuschauer immer wieder den roten Faden verliert. Leider wird zudem Phuongs Figur viel zu wenig erforscht. Wir entdecken an ihr nicht die Faszination, die Fowler und Pyle zu sehen scheinen.

Der Film bewegt durchaus, blieb mir aber wegen seiner kurzen Spielzeit und Oberflächlichkeit nicht lange im Gedächtnis, wie das andere Filme schaffen. Deshalb gibt's von mir 4 Sterne.

4.0 Sterne
4.0 Sterne (25 Bewertungen) | 0 Kommentare

44
17.07.2003 / ma