Queen of the Damned (2002)
Die Königin der Verdammten
Queen of the Damned (2002) Die Königin der Verdammten
Oder: Munter drauflosgebissen!
Nach jahrelangem Verstecken hat Vampir Lestat (Stuart Townsend) die Nase voll vom Alleinesein. Er sehnt sich nach Annerkennung und Verehrung. Was eignet sich da besser als.... Rockstar zu werden? Als Frontman einer Heavy Metal Band erklimmt er innert kürzesten Zeit die Hitparaden und verhöhnt damit alle erwürdigen Vampire und ihre altbewährten Regeln. Dass er sich so keine Freunde schafft ist Lestat klar: doch um die Vampire endlich aus ihrer Versenkung herauszulocken scheut er keine Mittel.
Und er soll nicht unerhört bleiben. Als "Treffpunkt" steht Lestat's Konzert im Death Valley (wie passend...) fest. Nicht nur liebe Mit-Vampire tauchen auf, auch die Mutter aller Vampire, die uralte ägyptische Königin Akasha (Aaliyah) wacht aus ihrem jahrtausendlangem Schlaf auf. An Lestat hat sie schon seit jeher Gefallen gehabt. Warum sie jedoch für ihr Ziel [Lestat] alle anderen Vampire töten will ist nicht so klar. Anyway, so kommts am Konzert zum grossen Eklat. Wären da nicht noch ein paar (untote) Seelen am Gange, wäre Hell on Earth angesagt...
Kinofilm-Rating
Alle Jahre wieder... kommen Vampirfilme ins Kino. Und auch 2002 solls nicht anders sein: Queen of the Damned ist die zweite Verfilmung aus der Vampirchronik von Anne Rice. Schon in Interview with a Vampire durften wir Lestat's Drang nach Anerkennung miterleben. Doch dieses Mal mag die ganze Geschichte leider nicht überzeugen: der Kult verkommt zum Trash.
Schwer zu sagen an was es liegt. Vielleicht hätte anstelle von Stuart Townsend wieder Tom Cruise in die Rolle Lestat's schlüpfen sollen. Vielleicht hätte der Film die Verwandschaftsgrade der einzelnen Vampire genauer erklären sollen - dass Akasha die Mutter aller Vampire ist, und warum die anderen alten Vampire gegen sie ankämpfen, wird erst mit genauerem Studium des von Anne Rice aufgebauten Universum klar... Der Soundtrack hingegen passt überraschend gut ins gothisch-moderne Flair, das der Film eigentlich aufbauen wollte. Eigentlich.
Eine besondere Bemerkung Bemerkenswert ist ebenfalls das Filmediting. Aaliyah's tragischer Tod fiel leider Mitten in die Drehzeit. Und doch "stimmen" alle ihre Szenen. Das Ergebnis ist eine durchaus eindrückliche Darstellung der Königin - leider nur viel zu kurz! Schade, dass ihr letztes Werk nicht ein bisschen was besseres sein konnte, in Matrix 2 und 3 wird sie jedenfalls nicht mehr zu sehen sein. :(
Kurzes Ende, langer Sinn: es fehlt der richtige Bisssss
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3.1 Sterne (50 Bewertungen) | 7 Kommentare



