Queen of the Damned (2002)
Die Königin der Verdammten
Queen of the Damned (2002) Die Königin der Verdammten
Oder: Nicht wirklich bissig!
Nach jahrelangem Verstecken hat Vampir Lestat (Stuart Townsend) die Nase voll vom Alleinesein. Er sehnt sich nach Annerkennung und Verehrung. Was eignet sich da besser als.... Rockstar zu werden? Als Frontman einer Heavy Metal Band erklimmt er innert kürzesten Zeit die Hitparaden und verhöhnt damit alle erwürdigen Vampire und ihre altbewährten Regeln. Dass er sich so keine Freunde schafft ist Lestat klar: doch um die Vampire endlich aus ihrer Versenkung herauszulocken scheut er keine Mittel.
Und er soll nicht unerhört bleiben. Als "Treffpunkt" steht Lestat's Konzert im Death Valley (wie passend...) fest. Nicht nur liebe Mit-Vampire tauchen auf, auch die Mutter aller Vampire, die uralte ägyptische Königin Akasha (Aaliyah) wacht aus ihrem jahrtausendlangem Schlaf auf. An Lestat hat sie schon seit jeher Gefallen gehabt. Warum sie jedoch für ihr Ziel [Lestat] alle anderen Vampire töten will ist nicht so klar. Anyway, so kommts am Konzert zum grossen Eklat. Wären da nicht noch ein paar (untote) Seelen am Gange, wäre Hell on Earth angesagt...
DVD-Rating
Mit einem Budget von 35 Mio Dollar versuchte sich der Regisseur Michael Rymer an einer weiteren Verfilmung eines Romanes von Anne Rice. Nachdem Interview with a Vampire schon die Geschichte von Lestat beleuchtete, ist diese Figur auch hier wieder der Mittelpunkt. Obwohl nicht mehr von Tom Cruise dargestellt, erwartete man trotzdem viel von dieser Verfilmung. Mit einem Einspielergebnis von knappen 30 Mio Dollar wurde man aber deftig enttäuscht.
Nachdem Interview mit einem Vampir mit grossem Staraufgebot auffuhr, versuchte man in Queen of the Damned das ganze ein bisschen kleiner und billiger zu halten. Das wirkt sich auch auf den Film aus. Er erreicht zu keiner Zeit die Qualität des Vorgängers und hält auch sonst nicht, was man sich versprechen könnte. Die Geschichte klingt zwar auf den ersten Blick interessant, wird aber langweiliger und vorhersehbarer, desto länger der Film dauert. Im Gegensatz zum ruchlosen und brutalen Lestat von Tom Cruise ist diese Version hier eher ein braver und harmloser Vampir, dem man eigentlich die Bedrohung nicht wirklich abnimmt. Schauspielerisch ist der Film in meinen Augen so ziemlich das armseligste, das ich je gesehen habe. Stuart Townsend gibt sich Mühe, überzeugt aber nicht wirklich. Und die Tatsache das mit dem Namen von Aalyiah geworben wird, obwohl sie nur knapp 20 Minuten zu sehen ist, hat mich auch geärgert. Ueber ihre schauspielerischen Talente brauche ich hier keine Worte zu verlieren. Nur soviel: Sie hätte eine bessere "letzte" Rolle verdient gehabt. Denn was sie hier bietet (oder bieten muss) beschämt die Riege der Schauspieler... Ein trashiger, teilweise sehr langweiliger Vampirfilm, der es meiner Meinung nach nicht verdient hat, in einem Atemzug mit Anne Rice genannt zu werden.
Als Extras sind bei dieser DVD die "normalen" Sachen wie Trailers, Originalkommentar des Regisseurs oder "Hinter den Kulissen" vorhanden. Zusätzlich wird einem hier noch ein Musikvideo von "Static X" um die Ohren geknallt und auch Aaliyah wird in einem kurzen Special gwürdigt. Ebenso sind 3 Musikvideos von "Lestat", Ausschnitte aus dem Konzert und Verpatzte Szenen anwählbar. Diese Ausstattung ist sicherlich überdurchschnittlich und auch dementsprechend interessant. Tonmässig gibt's mit Dolby Digital 5.1 was auf die Lauscher und fremdsprachenbegeisterte Vampire können sich mit Untertitel auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Schwedisch, Hebräisch, Italienisch usw. begnügen. Rumänisch ist allerdings nicht drauf...
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DVD-Infos
DVD erschienen am 02.10.2002
- Bildformat: 16:9
- Sprachen: Deutsch/Englisch/Spanisch (in Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch/Englisch/Spanisch/Schwedisch/Französisch
- Extras: Originalkommentar des Regisseurs; Erinnerungen an Aaliyah; Hinter den Kulissen; Musikvideos; Deleted Scenes; Foto Gallerie; Trailers



