Narc (2002)
Narc (2002)
Oder: Bad Cop, Bad Cop
18 Monate ist es her, dass der Cop Nick Tellis (Jason Patric) vom Dienst im Rauschgift-Dezernat entlassen wurde. Damals hatte er während einer Verfolgungsjagd eine Frau angeschossen und kam nachher mit den Folgen nicht klar. Nun braucht die Polizei seine Hilfe wieder.
Was ist passiert? Der Partner des berüchtigten Undercover-Cops Henry Oak (Ray Liotta) ist ermordet worden und Tellis soll versuchen, den Fall zu endgültig zu lösen.
So reisst er sich also von Frau und Kind los und lebt ein weiteres Mal das dreckige Polizistenleben auf der Strasse, nicht wissend, dass der von ihm zu bearbeitende Fall ihm mehr abverlangt, als er gedacht hätte.
Was ist wirklich damals im Tunnel passiert? Warum kümmert sich Oak so rührend um die Familie seines ehemaligen Partners? In einer alten Autowerkstatt wird Tellis bewusst, wer wirklich Dreck am Stecken hat...
Kinofilm-Rating
Narc entführt den Zuschauer in eine düstere Welt voller Gewalt, Elend und Korruption. Es ist ein Buddymovie der besonderen Art. Die beiden Protagonisten sind weit davon entfernt, Helden zu sein, wie dies in anderen Polizeifilmen oft der Fall ist. Nein, sie sind verletzliche Figuren, welche sich immer wieder der Sympathie des Publikums entziehen indem auch sie die Spirale der Gewalt anzutreiben scheinen.
Jason Patric, einem grösseren Publikum aus Sleepers und Speed 2 bekannt, und Ray Liotta, zuletzt in Hannibal, spielen ihre Rollen glaubwürdig und mit viel Herzblut. Leider hat ihnen Carnahan etwas zu viele "F-Wörter" in den Mund gelegt, sodass der Dialog zeitweise aufgesetzt "hip und cool" wirkt. Während der Ermittlung werden mehrere Verdächtige ausgefragt und durch Prügel zu Antworten gezwungen. Diese Szenen wiederholen sich und sind übertrieben brutal. Somit soll der Polizistenalltag auf realistische Weise dargestellt werden; also erfordert der Film eher starke Nerven.
In dunklen Farben und mit viel Handkameraaufnahmen ist Narc einer der besseren Thriller der letzten Jahre. Leider fällt die Spannung im Mittelteil des Films ziemlich ab, was mit dem Finale jedoch wieder gut gemacht wird. Alles in allem würde ich den Film jedem Thrillerfan empfehlen, der einmal etwas sehen möchte, das vielleicht ein wenig näher an der Realität liegt als der durchschnittliche Hollywoodkrimi.
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4.1 Sterne (46 Bewertungen) | 10 Kommentare



