Mr. Deeds (2002)
Mr. Deeds (2002)
Oder: was man mit einem Haufen Geld so alles machen kann
Als Medien-Mogul Preston Blake (Harve Presnell) das Zeitliche segnet, wird der Pizzeria-Besitzer und passionierter Grusskartengedichteschreiber Longfellow Deeds (Adam Sandler) alleiniger Erbe des "kleinen" Vermögens von 40 Milliarden Dollars... Der gutmütige und stets freundliche Neureiche macht sich deshalb zusammen mit dem skrupellosen Geschäftsführer des Blake-Imperiums Chuck Cedar (Peter Gallagher) auf nach New York - das erste Mal in seinem Leben verlässt Deeds dafür das verschlafene Nest Mandrake Falls!
Die riesige Geldsumme zieht Neider an wie Sirup die Wespen... oder so. Chuck Cedar jedenfalls will das ach-so-naive Landei um seinen Aktien-Anteil des Imperiums erleichtern. Doch wer Longfellow Deeds heisst lässt sich nicht so leicht über den Tisch ziehen: Er lernt der High-Society von N.Y. gehörig das Fürchten, verbreitet mit seinem eigentümlichen Verhalten gehörig Chaos und - keine Geschichte ohne - verliebt sich in die liebenswürdige Krankenschwester Pam (Winona Ryder). Die heisst eigentlich gar nicht Pam, sondern Babe (so ein Ferkel!) und ist ehrgeizige Reporterin. Fies, doch fies genug für Deeds?!
DVD-Rating
Adam Sandler. Brachialer Humor, der meist unter der Gürtellinie liegt. Bisher auf jeden Fall. Mit Mr. Deeds scheint Sandler jetzt die noch breitere Masse ansprechen zu wollen, denn er nimmt sich doch recht zurück mit seinen Aktionen. Ein paar Mal blitzt es durch, dass er eigentlich eine schwärzere Art von Spass bevorzugt (Stichwort: schwarzer Fuss). Ansonsten gefallen mir andere Filme von ihm, betreffend Humor, einiges besser. Schauspielerisch versucht er auf Romantik zu machen, was ihm nur nicht schlecht gelingt. Dennoch will ich Sandler lieber in "Hau-drauf"-Komödien sehen.
Winona Ryder ist niedlich und unschuldig (obwohl...) und spielt halt einfach so mit. Sie hinterlässt keinen bleibenden Eindruck und ist halt einfach ein nettes Gesicht, dass lächeln darf und sich verliebt. Was uns zu den Höhepunkten des Filmes bringt. Und dafür steht ein Name: John Torturro. Seine Figur des Butlers ("I'm very, very sneaky, Sir!"), ist der absolute witzige Höhepunkt des Filmes. Seine Auftritte sind allesamt witzig und man lacht nur schon, wenn er die Leinwand betritt. Steve Buscemi hat auch einige freakige Auftritte als "Crazy Eyes" (der Name ist da Programm...), hat aber wohl nur aus Freundschaft zu Sandler hier mitgemacht.
Alles in allem eine Durchschnittskomödie, die für einen Sandler-Film eindeutig zuwenig lustig ist. Ein bisschen mehr Sandler-Humor hätte dem Streifen ganz gut getan. Sandler-light -- ist Geschmacksache...
Die DVD bietet allerhand Extras, die zum verweilen einladen. Filmkommentare vom Regisseur, Entfallene Szenen, Outtakes (die extra lustig sind...), Filmographien der Darsteller (wenn man zum Beispiel nicht weiss, wo man den Butler schon mal gesehen hat...), ein ausführliches Making-of und ein Musik-Video. Neben alledem sind noch Trailers von Adam Sandler's letzten Filmen wie Big Daddy oder Adam Sandler's Eight crazy nights (der leider nie bei uns im Kino lief) abrufbar. Und wem das noch nicht reicht, der kann sich von Mr. Deed's Grusskarten verzaubern lassen. Denn zu vielen Gelegenheiten, kann man hier geschwungene, lustige und nicht ganz "anständige" Reime anschauen und anhören. Sprachlich gibt's natürlich die Originalfassung (dringend empfehlenswert) zu sehen. Die deutsche Synchronisation ist ebenfalls abrufbar. Von dem sei aber abgeraten...
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DVD-Infos
Special Edition, erschienen am 25.03.2003
- Bildformat: 1:1.85
- Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
- Extras: Filmkommentare; Deleted Scenes; Gags & Outtakes; Filmografien; Filmdokumentation; Mr. Deed's Grusskarten; verschiedene Trailers



