Minority Report (2002)
Minority Report (2002)

Es ist schon erstaunlich. Allzu schnell hat sich seine letzte Star Wars-Komposition totgelaufen, da schnellt John Williams mit einer Musik par excellence hervor. Es ist bekannt, dass Williams, wenn er für Spielberg komponiert (und das war mit einer einzigen Ausnahme bei Kinofilmen immer der Fall), oft zur Hochform aufläuft, zuletzt mit seiner bewegenden Partitur zu A.I.. Und genau zu diesem schielt Minority Report ganz zu Beginn vom Konzept her, in seiner Abwechslung zwischen düster-dunklen, schnell vorgetragenen und lebendigen Actionstücken und den melodischen Tracks wie "Sean's Theme" oder "Sean and Lara". Williams' Musik benötigt mehrere Hördurchgänge um das Gesamtgefüge sichtbar zu machen - und das ist bei über 70 Minuten Laufzeit nicht so einfach, schon gar nicht mit dem ein oder anderen Durchhänger. Zu begeistern vermag der 70jährige Amerikaner aber vor allem mit der bleiernen, oft auch brutalen Schwere, die er hier vermittelt, und mit formidabler Actionmusik ("Andertson's Great Escape"), wie ich sie von ihm lange nicht mehr gehört habe. Eindrucksvoll.
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