Décalage horaire (2002)
Jet Lag oder Wo die Liebe hinfliegt
Décalage horaire (2002) Jet Lag oder Wo die Liebe hinfliegt
Oder: So nah und doch so fern...
Terminal F, Flughafen Roissy - Charles Degaul, Paris. Wieder einmal ist Chaos an der Tagesordnung: Die Piloten, das Bodenpersonal und sogar SNCF streiken. Computer- und andere Pannen tun das ihrige zur Unordnung. Ausgerechnet heute, wo Félix (Jean Reno) nach München an die Beerdigung der Mutter seiner Exfreundin sollte. Extra aus New York nach Europa gereist, hofft der Geschäftsmann damit bei seiner Ex doch noch ein paar Punkte zu holen.
Auch die extrovertierte Rose (Juliette Binoche) sitzt fest. Dabei ist heute endlich der Tag, an dem sie allen Mut zusammen genommen hat um vor ihrem Mann Sergio (Sergi Lopez) zu fliehen. Mexiko ist das Land der Träume für die Kosmetikerin. Doch nun, grounded, verlässt sie langsam aber sicher ihre Courage. Ihre Freundin Sabrina versucht verzweifelt Rose über Natel zum Gehen zu überreden... bis Rose das Telefon ins WC fällt.
Im Wartesaal bittet sie Félix kurz sein Telefon benutzen zu dürfen. Er hilft ihr, sie hilft ihm. Aus der Situation entwickelt sich eine Symbiose, immer wieder treffen sich die beiden auf dem Flughafen. Als Erstklasseflieger Félix am Abend schliesslich ein Hilton-Zimmer offeriert bekommt, lädt er Holzklassefliegerin Rose ein. Langsam aber sicher beginnen sich die unterschiedlichen Menschen für einander zu interessieren...
Kinofilm-Rating
Obwohl die Geschichte voraussehbar ist, vermag Jet Lag zu überzeugen. Drehbuchschreiberin und Regisseurin Danielle Thompson (La Bûche) hat eine subtile, amüsante Geschichte über zwei total verschiedene Personen. Jean Reno zeigt dabei ganz selbstironisch gewohnte Klasse. Doch auch Juliette Boniche - bei uns zuletzt in Chocolat zu sehen - spielt ihre Rolle des verschupften, "hässlichen" Entchen überzeugend. Das Zusammenspiel der beiden stimmt in jeder Beziehung und sprüht vor Charme.
Einzig gegen Schluss wird die Geschichte flacher, gerne hätte man ein bisschen mehr gesehen anstatt auf das - offensichtliche - Happyend warten zu müssen. Dennoch und trotzdem: Ein schöner Gutfühl-Film für triste Wintertage.
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4.3 Sterne (10 Bewertungen) | 1 Kommentar



