Insomnia (2002)
Insomnia - Schlaflos
Insomnia (2002) Insomnia - Schlaflos
Oder: Sleepless in Alaska
Will Dorner (Al Pacino) ist eine Legende in der Polizei. Zusammen mit seinem Partner Hap (Martin Donovan) führt ihn die Spur eines grausigen Mordes von Los Angeles in die Einöde von Alaska. Dort angekommen, erhalten die beiden Hilfe durch die lokale Polizeichefin (Hilary Swank). Der Fall löst sich relativ schnell und dem Mörder wird eine Falle gestellt. Dann passiert ein Unglück. Im dichten Nebel verwechselt Will Dorner seinen Partner mit dem Mörder und... erschiesst ihn.
Da der Zenit seiner Karriere schon lange überschritten ist und ihm die "Internal Affairs" auf den Fersen sind, nimmt er die Schuld nicht auf sich, sondern schiebt die Tat dem Mörder in die Schuhe. Doch der Killer kennt die Wahrheit. Der Autor Walter Finch (Robin Williams) beginnt den Cop zu erpressen. Beide sollen dicht halten und nichts wird passieren. Doch können sich wirklich beide an die Abmachung halten? Das Katz- und Mausspiel beginnt...
Kinofilm-Rating
46 Mio Dollar hatte Regisseur Christopher Nolan zur Verfügung, um einen Nachfolger seines genialen Memento zu drehen. Unterstützt wurde er von den Produzenten Steven Soderbergh (Traffic) und George Clooney. Die Rechnung scheint aufzugehen: In den Staaten spielte der Film bis Anfang August knappe 70 Mio. Dollar ein. Denn auf das Psycho-Duell zwischen Al Pacino und Robin Williams, der hier einen Imagewechsel vollzieht, wartet die Welt. Mal schauen, ob das auch in der Schweiz Anklang findet...
Robin Williams vs. Al Pacino. Zwei der besten Schauspieler, die Hollywood zu bieten hat im direkten Kampf gegeneinander. Moment! Das stimmt doch eigentlich gar nicht. Eigentlich komisch, dass mit Pacino UND Williams geworben wird. Denn die erste Stunde ist eine One-Man-Show von Al Pacino. Kein Williams und nur bedingt kann Hillary Swank (immerhin Oscar-Gewinnerin) da mithalten. Abgebrannt, schlaflos (durch die nicht untergehende Sonne in Alaska) und genervt bahnt sich Pacino den Weg durch diese erste Hälfte.
Erst nach ca. 60 Minuten kommt Robin Williams ins Spiel und da (und wirklich nur bei diesen gemeinsamen Szenen) hat Pacino Konkurrenz. Robin Williams spielt (für mich) sensationell und das Zusammenspiel mit Pacino sucht seinesgleichen. Allerdings ist die Rolle von Williams eindeutig zu kurz geraten und die Szenen der beiden Actors sind einfach zu selten. Mehr davon, hätte dem Film gut getan. So hat der Streifen zwar seine genial gespielten Momente, aber mehr von Pacino/Williams wäre eindeutig besser gewesen.
Fazit: Sehr guter Film, genial gespielt, spannend und eindrucksvoll bebildert vor der Kulisse von Alaska. Keine Explosionen, kein Lärm, aber sehr intensiv. Inhaltlich mit ein paar Längen, die aber nicht ins Gewicht fallen.
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4.3 Sterne (90 Bewertungen) | 12 Kommentare



