Insomnia (2002)
Insomnia - Schlaflos
Insomnia (2002) Insomnia - Schlaflos
Oder: ganz schön ausgeschlafen!
Will Dorner (Al Pacino) ist eine Legende in der Polizei. Zusammen mit seinem Partner Hap (Martin Donovan) führt ihn die Spur eines grausigen Mordes von Los Angeles in die Einöde von Alaska. Dort angekommen, erhalten die beiden Hilfe durch die lokale Polizeichefin (Hilary Swank). Der Fall löst sich relativ schnell und dem Mörder wird eine Falle gestellt. Dann passiert ein Unglück. Im dichten Nebel verwechselt Will Dorner seinen Partner mit dem Mörder und... erschiesst ihn.
Da der Zenit seiner Karriere schon lange überschritten ist und ihm die "Internal Affairs" auf den Fersen sind, nimmt er die Schuld nicht auf sich, sondern schiebt die Tat dem Mörder in die Schuhe. Doch der Killer kennt die Wahrheit. Der Autor Walter Finch (Robin Williams) beginnt den Cop zu erpressen. Beide sollen dicht halten und nichts wird passieren. Doch können sich wirklich beide an die Abmachung halten? Das Katz- und Mausspiel beginnt...
DVD-Rating
Das Remake (das Original stammt aus Norwegen), von Memento Regisseur Christopher Nolan in kühle Bilder umgesetzt und von der Filmmusik in gleichen Bahnen zusätzlich unterstützt, hält nur andächtige Spannung bereit. Die 113 Minuten vergehen fast so schleppend wie eine Nacht, in der man sich schlaflos im Bett hin und her wirft. Das ist zumindest die Atmosphäre, die der Film portiert und in der sich Al Pacinos Charakter wieder findet, und zugleich der grössere Reiz des Films.
Die Verknüpfungen und Verstrickungen, in die sich Pacino zuerst im Alleingang und dann im Verbund mit dem Mörder (Robin Williams in einer starken Rolle) verstrickt, sind delikat, die Szene im Verhörraum eine der stärksten von Insomnia. Es sind diese kleinen Dinge, (der hilflose Versuch Dormers, den Mörder über im Wasser treibende Baumstämme zu verfolgen, sein Einnicken am Steuer im dümmsten Moment), die den Film interessant machen, verbunden mit Pacinos Dreikampf mit sich selbst, der Schlaflosigkeit und der sich zuspitzenden Situation.
Natürlich ist Insomnia kein neumodischer, fetzender Actionkrimi, hier beherrschen die Akteure und die bedrückende Stimmung, die fehlbaren "Helden", nicht die Spezial Effekte oder Kampfsequenzen die Szenerie. Christopher Nolan ist zweifelsohne ein Versprechen für die Zukunft in Sachen intelligenteres Filmemachen mit Stoffen, die unter die Haut gehen und nicht nur oberflächlich für Stimmung sorgen.
Ausgestattet ist die DVD unter anderem mit einer zusätzlichen, nicht sonderlich erbaulichen Szene, die das Tempo des Films zusätzlich verschleppt hätte, diversen Dokus (wovon die Konversation zwischen Pacino und Nolan die interessanteste ist) und einem sogenannten "hidden feature", das ich nicht gefunden habe...
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4.3 Sterne (90 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 19.03.2003
- Bildformat: 1:2.35 (anamorph)
- Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1) Französisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Französisch
- Extras: Original-Kommentare, Dokumentationen (Eyes Wide Open, Day for Night: Making Of Insomnia, 180° A Conversation with Christopher Nolan and Al Pacino, In the Fog), Produktionsaufnahmen, Verstecktes Special.



