femme fatale (2002)
femme fatale (2002)
Oder: Vorsicht: heiss!
Cannes: An den Internationalen Filmfestspielen 2001 ist der Body-Diamantenschmuck der Schauspielerin Veronica (Rie Rasmussen) eine der Hauptattraktionen. Auf dieses Schmuckstück haben's Laure Ash (Rebecca Romijn-Stamos) und ihre Partner Black Tie (Eriq Ebouaney) und Racine (Edouard Montoute) abgesehen. Während einer Filmpremiere soll Laure die Schauspielerin verführen und dabei ihre Schmuckstücke durch Fälschungen ersetzen.
Als ein Sicherheitsbeamter auf den Raub aufmerksam wird, gerät der Plan durcheinander. Laure lässt ihre Partner im Stich und flüchtet mit den Diamanten. Auf ihrer Flucht vor den - verständlicherweise - sauren Partner wird sie von einem älteren Paar als deren Tochter gehalten. Laure entschliesst deren Identität anzunehmen und reist Richtung Amerika, wo sie Watts (Peter Coyote), einen netten Staatsangestellten kennen lernt.
Sieben Jahre später kehrt sie als Ehefrau des inzwischen amerikanischen Botschafters Watts nach Paris zurück. Von Paparazzi (Antonio Banderas) gejagt, erscheint ihr Bild darauf in den Medien... und die Vergangenheit holt sie ein.
DVD-Rating
Puh, also es wird einem schon ein bisserl heiss bei Femme Fatale, insbesondere bei der bemerkenswerten Raubsequenz während den Filmfestspielen. Während Komponist Sakamoto den Bolero bläst, spielt Brian DePalma vorzüglich mit Spannung und diversen Kamerawinkeln. Zweifellos ist Rebecca Romijn-Stamos eine äusserst attraktive Frau, deren *ähem* körperliche Vorzüge in der Rolle als Mystique in X-Men/X-Men 2 zwar schon mal, aber halt etwas bläulich, veranschaulicht wurden - und zum Glück spielt sie hier nicht mal so schlecht als manipulierende, selbstsichere Laure. Man unterliegt also nicht gleich dem Showgirls-Effekt.
Brian DePalma seinerseits schöpft aus dem Vollen - und das ist nichts Neues - wenn es um seinen „Hitchcock-Komplex" geht. Femme Fatale ist wiederum, wie schon einige seiner Filme zuvor (Dressed to Kill, Obsession), eine Hommage an den grossen Meister. Das lässt DePalma ebenso visuell, wie auch musikalisch erahnen, aber auch die Geschichte selber (die eingangs zwar simpel klingt, mehr aber sollte man einfach nicht verraten) hätte ein Hitch wohl gerne verfilmt. Die Ingredienzen sind typisch: eine kühle Blondine, ein zufällig in die Verwirrungen hineinschlitternder Protagonist (in diesem Falle der wenig überzeugende und fehlbesetzte Antonio Banderas) und einige wirklich überraschende Twists in der Handlung. Ganz besonders das äusserst gelungene, aber wohl nicht jeden Geschmack treffende Finale ist ein echter Höhepunkt.
Femme Fatale ist wirklich ein prächtig unterhaltender, bisweilen erotischer Thriller, der sich von den vielen überschnell geschnittenen Hollywoodproduktionen durch seine Stilsicherheit abhebt. Eigentlich schade, dass dem Film an den Kinokassen nur wenig Erfolg beschieden war.
Hinsichtlich Bild- und Tontransfer gibt es zu dieser DVD kaum negatives zu berichten. Die Tonabmischung ist für die heutige Zeit recht zurückhaltend, wer also kein Toneffektedonnerwetter erwartet, wird kaum enttäuscht sein. Die Bonussektion ist ganz schwach. Die Behind-the-Scenes Dokus sind inhaltlich mehr als ähnlich und viel anderes als PR und Schulterklopfen ist nicht zu vernehmen.
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4.2 Sterne (43 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 04.12.2003
- Bildformat: 1,85:1 (16:9)
- Sprachen: Englisch (DD 5.1), Deutsch, Englisch (Dolby Surround)
- Untertitel: Deutsch, Französisch
- Extras: Trailer; Dokumentationen; Behind the Scenes; Interviews mit Antonio Banderas, Rebecca Romijn-Stamos, Brian DePalma, Peter Coyote; B-Roll; weitere DVDs.



