Darkness (2002)
Darkness (2002)
Oder: Oh Graus, ein Haus
Mark kehrt nach langer Abwesenheit mit seiner Frau Maria (Lena Olin), seiner Tochter Regina (Anna Paquin) und seinem Sohn Paul (Stephan Enquist) aus den USA nach Spanien zurück und bezieht ein Haus, das seit einem tragischen Vorfall vor 40 Jahren leer steht. Das alte Haus liegt etwas abgelegen auf dem Land, mitten in einem grossen Grundstück. Die Familienidylle scheint perfekt, doch Regina ist gar nicht begeistert, dass sie so abgeschnitten sind von der Aussenwelt, sie wird von schlechten Erinnerungen aus ihrer Kindheit geplagt, als sie von ihrem Vater terrorisiert wurde.
Kaum sind sie in das Haus eingezogen, geschehen seltsame Dinge. Plötzlich fürchtet sich Paul vor der Dunkelheit und weist unerklärliche Verletzungen auf, Mark zeigt immer mehr Symptome einer lang schlummernden Krankheit, und in den dunklen Ritzen des Hauses scheint etwas auf die Familie zu lauern. Regina merkt, dass etwas falsch ist, doch ihre Eltern ignorieren sie und wollen nicht wahrhaben, dass sich hinter den permanenten Stromausfällen, die immer wieder die Dunkelheit in das Haus lässt, mehr verbirgt, als nur eine Stromschwäche.
Als Paul einen geheimen Raum findet, düstere Gemälde aufhängen will, überall in den Wänden Geräusche hört und die Familie mit seinen unkontrollierbaren Tobsuchtsanfällen in Gefahr bringt, verschlimmert sich die Lage rapide. Welche düsteren Geheimnisse stecken in diesem Haus, wird sich das Massaker vor 40 Jahren wiederholen....
DVD-Rating
Darkness schlägt schon in den ersten Sekunden ein hartes Tempo an, überrollt bereits im Intro den Zuschauer mit Erinnerungsfetzen an eine Gräueltat, die sich vor langer Zeit ereignet hat und weckt die Hoffnungen auf einen soliden Schocker mit viel Suspense.
Diese Hoffnungen kann Darkness während seiner Spielzeit auch grösstenteils erfüllen. Trotz einiger Storyhänger und unnötigen Subplots baut Darkness eine enorme Atmosphäre und Spannung auf. Obwohl Darkness sehr intensiv sein kann, ist er hauptsächlich blutleer und arbeitet, wie Gothika oder Boogeyman, mit den klassischen Schockeffekten, die hier besonders zur Geltung kommen. Was absolut überzeugt, sind der Schnitt und die gesamte Inszenierung. Genau gewählte Einstellungen, die, gepaart mit einer passenden Ausleuchtung und ausgezeichneten Soundeffekten, sehr eindrückliche Bilder liefern, die von den düsteren Sets unterstrichen werden.
Klingt nach einem Lobgesang, den er auch verdient, doch trotz des hohen Spannungsbogens kann er nicht über einige Storyschwächen und Hänger hinwegtäuschen. So gut und überzeugend die älteren Schauspieler auch sind, die jungen Generation wirkt unter anderem mit Anna Paquin (X-Men) falsch besetzt und eher deplatziert. Sie spielt sich unsicher durch die Szenen und macht den unnötig ausgebauten Subplot mit dem Freund noch überflüssiger, als er bereits ist. Da hätten einige Szenen wegelassen werden können, denn teilweise sind sie so schlecht gespielt, dass sie nach dem "Next" Button auf der DVD-Fernbedieung schreien. Trotzdem unterstützen sie die Story, und wenn in der folgenden Szene wieder die Hölle losbricht, hat man die Hänger wieder vergessen.
Fazit: Darkness erfindet zwar das Genre nicht neu, bietet aber durch seine perfekte Inszenierung, erstklassigen Schnitt und Ton und dazu passender Kameraführung einen intensiven und atmosphärisch starken Gruselthriller, der es in sich hat. Obwohl er nur beim ersten Betrachten uneingeschränkten Terror bieten kann, verliert er bei mehrmaligen Anschauen natürlich an seiner Wirkung, trotzdem bleibt er intensiv. Darkness verzichtet zwar auf Blood and Gore, bietet aber Spannung bis zum passenden Schluss, ein richtiger Geheimtipp.
Die DVD bietet sehr scharfe Bildqualität und einen klaren Sound, der die Boxen donnern lässt und aus den Szenen das Beste macht. Zu den Specials gehört ein symbolisches Making-of, mit einer Einsicht in die Produktion und Interviews mit den Hauptdarstellern. Allerdings liefert das Making of keine neuen Fakten über die Entstehungsgeschichte, oder, wie sie das Konzept entwickelt haben, sondern zeigt nur on-Set Aufnahmen ohne Kommentare. Etwas dürftig, doch der Film selber wird sehr gut präsentiert, weshalb die DVD das Prädikat Durchschnitt erhält.
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4.3 Sterne (12 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 16.03.2004
- Bildformat: 2.35:1
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Interviews, Behind the Scenes, Kinotrailer



