Collateral Damage (2002)

Collateral Damage (2002)

Oder: Arni terminiert Terroristen

Collateral Damage

Aber ja doch, wir mögen dich trotzdem!

Oft entscheiden nur Sekunden über Leben oder Tod. Und im vorliegenden Falle verliert der New Yorker Feuerwehrmann Gordy Brewer (Arnold Schwarzenegger) nicht nur wertvolle Sekunden im Stau, sondern gleich noch Frau und Kind bei einem Bombenattentat auf die kolumbianische Botschaft. Hinter dem Anschlag steckt kein geringerer als Terrorist "The Wulf" (Cluff Curtis), Anführer der kolumbianischen Rebellen.

Collateral Damage

Tot oder lebendig - am liebsten tot!

Schon bald muss Gordy entdecken, dass dem FBI die Hände gebunden sind und das Attentat ungerächt bleiben soll. Seine Familie ist halt nur "Collateral Damage", also Nebenschaden. Klar, dass das ein Schwarzenegger nicht auf sich sitzen lassen kann. So macht er sich auf den Weg um ein paar Kolumbianern gehört den A*sch zu versohlen. Einer gegen den Rest der Welt, doch kein Problem für Mr. Terminator...


Kinofilm-Rating

Ein Schwarzenegger, wie man ihn kennt und liebt? Beinahe. Die Action ist zwar da, doch alles andere als spektakulär. Hier eine Explosion, da eine Schiesserei, und da nochmals Explosionen, ein bisschen Romantik (uhlalala) und ein Showdown. Oder so ähnlich. Die Charakteren sind oberflächlich, zeigen kaum Emotionen (gut, wer will das schon bei 'nem Actionstreiffen) und handeln dementsprechend klischeehaft. Umso schlimmer, dass sich die Schauspieler von dieser Oberflächlichkeiten mitreissen lassen: So unterscheidet sich beispielsweise Arni's Trauermine kaum von der Jetzt-geh-ich's-den-Rebellen-aber-zeigen-Miene. Andererseits: Wer will denn Arni überhaupt weinen sehen? Gebet ihm endlich das verd... Maschinengewehr! Doch soweit kommts (leider?) im ganzen Film nie, unser Held scheint diesmal nur in Sachen Sprengstoff und Feuerwehraxt bewandert zu sein...

Und hier noch abschliessend die (für diesen Film) obligaten Worte zum Zusammenhang mit dem Attentat vom 11. September: Klar, der Protagonist ist ein Feuerwehrmann. Klar, bei dem Attentat der Kolumbianer sterben unschuldige Leute. Klar, der Gegner ist ein schlauer und kaum habhaft zu werdender Terrorist. Doch warum deshalb soviel Aufruhr um den Film machen? In den USA wurde sein Startdatum etliche Male nach hinten verschoben, um mit (un)nötigen Änderungen der Handlung den Schock-Effekt zu mindern. Doch ist dies nötig? Jeder weiss, dass man heute in Anbetracht der schrecklichen Tragödie diesen Film nicht so oder - wahrscheinlicher - gar nicht gedreht hätte. Doch Collateral Damage wurde nun mal gedreht, und dies ohne irgendwelche bösen Absichten. Warum deshalb den Film nicht auch so, "unabhängig" betrachten?

Für Amerikaner mag der Film tiefere Bedeutung haben - für mich ist und bleibt er (leider) nur ein sehr schwacher Schwarzenegger.

1.9 Sterne
1.9 Sterne (68 Bewertungen) | 12 Kommentare

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06.02.2002 / th