City by the Sea (2002)

City by the Sea (2002)

Oder: Don't do drugs - it'll destroy your life and the lives of others...

City by the Sea

Wohnst du noch oder trinkst du schon?

Der New York City 'Detectiv' Vincent LaMarca (Robert De Niro) lebt für seinen Beruf und wird von seinen Kollegen als ehrenvoller Polizist geschätzt und mit Respekt behandelt. Sein neuster Fall bringt ihn jedoch in Schwierigkeiten: Sein eigener, drogenabhängiger Sohn Joey (James Franco), zu dem Vincent seit geraumer Zeit keinen Kontakt mehr hat, wird der Tötung eines Drogendealers bezichtigt. Zu allem Übel versteckt sich Joey vor der Polizei und so spielt ihm das Schicksal einen bösen Streich...

City by the Sea

Alles Müller, oder...?

Denn als der Partner und gute Freund von Vincent - Reg (George Dzundza) - auf der Suche nach Joey erschossen wird, glaubt die Polizei, Joey habe auch Reg auf dem Gewissen. Das ist natürlich alles andere als förderlich für Joeys Situation. Ausserdem interessieren sich die Medien, wie auch Vincents Kollegen, allmählich wieder für dessen Vergangenheit: Im Jahre 1950, als Vincent selber noch ein Junge war, wurde sein Vater wegen Kindesmordes verurteilt und in der Folge exekutiert. Eine "Familientragödie" nimmt also in den Köpfen der Aussenstehenden ihren Lauf und Vorurteile werden von überall her geschührt.

Vincent beschliesst, sich den Ermittlungen fernzuhalten, um möglichst "unabhängig" seinem Sohn die bestmögliche Hilfe anbieten zu können. Mit einfacher Hilfestellung ist's jedoch nicht getan. Erstens nagt Joey seit seiner Kindheit daran, dass sein Vater ihn "im Stich gelassen" hatte und weiter ist da seine Drogenabhängigkeit, die gut und gerne als Mitursache für all seine Probleme durchgeht. Zweitens ist da Vincents Vergangenheit, die falschen Anlass zu externem Misstrauen gibt. Tricky, tricky.


Kinofilm-Rating

Die Geschichte des vorliegenden Filmes basiert auf der tragischen Geschichte der LaMarca Familie (Artikel im Esquire ‘Mark of a Murderer' 1997), geschrieben vom Purlizer-Price-Journalist Mike McAlary.

Alles gut und recht. Aber von einem "... fesselnden Familiendrama..." (USA Today) oder von "... tief bewegend..." (Hollywood Reporter) würde ich trotz berühmtem Cast nicht sprechen. Bei aller Wohlgesinntheit für tragische Geschichten... es fehlt dem Film das gewisse Etwas, der Biss, der eine gute Portion Spannung erzeugen kann.

Immerhin verkörpert Robert De Niro den Detective LaMarca überzeugend genug, so dass man in ihm das zweite "Opfer" erblicken kann. Sein Sohn Joey hingegen, also "Opfer" Nummer Eins, gespielt von James Franco, kommt nicht wirklich glaubhaft rüber. Schade... so bleibt man als blosser Zuschauer im Kinosessel sitzen und man fängt früher oder später zu gähnen an. Naja, wäre man nicht zu faul zum Aufstehen und wäre einem das befrankte Geld für das Kinoticket nicht zu schade, würde man sich wohl anderen, spannenderen Dingen widmen.

Also zusammengefasst kann ich den Film nicht wirklich empfehlen. Dabei setze ich jedoch voraus, dass ihr da draussen dem Trend in Richtung Actionfilm folgt und keine Familientragödien mit Langweiligkeitsspur sehen wollt. Hingegen sitzt im richtigen Film (also bei City by the Sea) vielleicht derjenige, welche eine mittelmässige Tatort-Serie gerne einmal in Kinoformat sehen möchte.

Da sag' ich nur: "Es lebe Derrick!"

3.7 Sterne
3.7 Sterne (19 Bewertungen) | 3 Kommentare

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06.05.2003 / nd