The Bourne Identity (2002)
Die Bourne Identität
The Bourne Identity (2002) Die Bourne Identität
Oder: Wer jagt Dr. No?
Ein junger Mann (Matt Damon) wird halbtot und ohne Erinnerungsvermögen im Mittelmeer - von Ravioli-essenden Fischern - aus dem Wasser gefischt. Ein paar Kugeln im Rücken, ein Bankkonto und kein Name... Gute Voraussetzungen. Mit der Nummer der Schweizer Bank gelangt er zu einem Schliessfach, in welchem eine Pistole, diverse Ausweise und Bargeld sind. Doch wer ist er überhaupt? Ein Spion? Ein Polizist?
Als er die (mit der Zeit recht nervende) deutsche Studentin Marie (Franka Potente) kennenlernt und ihr einen grösseren Geldbetrag bietet um ihn nach Frankreich zu fahren, nimmt die Story ihren Lauf. Er scheint in diversen Kampfsportarten ausgebildet zu sein und Unbekannte machen Jagd auf ihn. Und je länger die Jagd dauert, desto klarer wird, wer der junge Mann eigentlich ist und was sein eigentlicher Job ist...
Kinofilm-Rating
Ein amerikanischer Film, der in Europa gedreht wurde. Mit Matt Damon wurde ein junger Hollywoodstar verpflichtet und mit Franka Potente eine deutsche Schauspielerin, die vor dem Durchbruch in Amerika steht. Die Geschichte ist sehr geheimnisvoll und spannend. Schauspielerisch ist der Film eine gute Sache. Zwar ist Matt Damon ein richtiges Milchgesicht, dem man den Agenten/Killer (tja, was war er jetzt wirklich?) nur bedingt abnehmen kann, aber er gibt sich alle Mühe. Auch Franka Potente (die von den deutschen Medien ja schon zu Hollywood-Megastar gepusht wird... macht ihre Sache eigentlich recht gut. Nur, da ich sie nicht wirklich leiden kann, ging mir ihre Rolle mir der Zeit recht auf die Nerven. Die anderen Schauspieler (CIA-Chefs, Killer, Freunde) werden zu Nebendarstellern degradiert und bleiben einem auch nicht im Gedächnis hängen.
Uns Schweizern macht natürlich der Anfang des Filmes am meisten Spass. Obwohl in Prag (!) gedreht, spielt ein Teil der Geschichte in Zürich (man bemerke das blaue Tram mit der Aufschrift "Bahnhof Oerlikon") und die ersten zwei Charaktere, die vermöbelt werden sind Schweizer Polizisten. Unfreiwillige Komik... Auch dass man auf dem Weg von Zürich nach Paris über die Alpen fährt ist mir neu. Aber solche Sachen sollten eigentlich nicht stören, sondern zu Gelächter (wie bei uns im Kino) führen.
Fazit: Ein durchschnittlicher Actionfilm, aus dessen Geschichte man noch einiges herauskitzeln hätte können. Eine Love-Story, die sehr unnötig ist und Schauspieler, die sich redlich Mühe geben. Klischees hin oder her, mir hat der Film ganz gut gefallen, während meine Frau sich eher gelangweilt hat. Was allerdings alle an "Fräulein Wunder" Franka Potente finden, ist mir immer noch ein Rätsel...
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4.3 Sterne (179 Bewertungen) | 27 Kommentare



