Blood Work (2002)
Blood Work (2002)
Oder: Alter schützt vor Herzschmerz nicht
Terry McCaleb (Clint Eastwood) arbeitet beim FBI als sogenannter "Profiler". Keiner hat soviele Fälle gelöst, wie der alternde Agent. Eines Tages allerdings zahlt er seinem Alter Tribut und erleidet einen Herzinfarkt, als er einen Psychopathen namens "Code-Killer" jagt. Dadurch zum Ruhestand gezwungen, wird Terry ein paar Jahre später von einer fremden Frau (Wanda de Jesus) kontaktiert. Er solle doch bitte den Fall ihrer ermordeten Schwester aufklären, denn das damalige Überleben von Terry steht in direktem Zusammenhang mit eben diesem Mordfall. Obwohl seine Ärztin Dr. Fox (Anjelica Houston) dagegen ist, nimmt Terry zusammen mit seinem Nachbarn Buddy (Jeff Daniels) die Arbeit auf. Schon bald scheinen erste Resultate erreicht. Doch irgendetwas geht nicht mit richtigen Dingen zu.
Kinofilm-Rating
Clint Eastwood, einer der letzten noch lebenden Weltstars, bringt in regelmässigen Abständen Filme ins Kino. Keine grossen Action-Streifen, bei denen alles in die Luft fliegt. Nein, eher leisere, intelligentere und vor allem spannendere Filme, in denen er sich selber als "alten" Mann darstellt, an dem die Zeit nicht spurlos vorbei ging. Ein Hollywood-Star, der keine Probleme mit seinem Alter zu haben scheint. Neben ihm treten in Blood Work u.a. Jeff Daniels und Anjelica Houston auf, die ebenfalls auf eine lange Filmkarriere zurückschauen können. Knappe 30 Mio Dollar spielte dieser Film in den Staaten ein. Kein überragendes Ergebnis, doch Clint Eastwood hat ein absolut treues Publikum und wird seine Fans auch mit diesem Werk nicht enttäuschen.
Dirty Harry wird alt. Und, entgegen der „hollywood'schen" Tradition, findet sich Clint Eastwood damit ab und verarbeitet sein Alter in seinen Filmen. Macht das ganze sehr sympathisch und bereitet Spass.
Okay, „Spass" ist das falsche Wort. Aber neben all den lauten, schnellen und oberflächlichen Actionfilmen, die uns im Moment um die Ohren geknallt werden, ist Blood Work ein guter, altmodischer Krimi, der zum mitkriminalisieren einlädt. Wer weiss zuerst, wer der Täter war? Zugegeben, ich hab's nach kurzer Zeit geahnt und nach ca. ¾ des Filmes definitiv gewusst. Aber egal. Schauspielerisch gibt's hier nichts zu rütteln. Eastwood lässt sogar ein paar mal den Dirty Harry aufblitzen und spielt den Senior sonst sehr überzeugend. Die anderen Schauspieler machen ihre Sache ebenfalls sehr gut und es ist eine Freude ihnen zu zusehen.
Schwachpunkte hab ich natürlich auch noch gefunden. Da gibt es einmal eine völlig aus der Luft gegriffene Love-story die mich vermuten lässt, das Clint Eastwood sich ein bisschen Körperkontakt mit der attraktiven Wanda de Jesus ins Drehbuch schrieb. Andererseits wäre da der Showdown: Der Täter ist bekannt aber anstatt jetzt den Film spannend zu beenden, wird nochmals 15 Minuten rumgeballert und Eastwood muss zeigen, dass er's noch kann. Schade, denn das hat den Gesamteindruck ein bisschen geschmälert. Ansonsten: Sehr guter Film, allen Kriminalisten zu empfehlen und Eastwood zeigt, dass er keine Special-Effects braucht, um einen guten Film abzuliefern.
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3.5 Sterne (25 Bewertungen) | 2 Kommentare


