Blood Work (2002)
Blood Work (2002)
Oder: Pensionistentum für Dirty Harry
Terry McCaleb (Clint Eastwood) arbeitet beim FBI als sogenannter "Profiler". Keiner hat soviele Fälle gelöst, wie der alternde Agent. Eines Tages allerdings zahlt er seinem Alter Tribut und erleidet einen Herzinfarkt, als er einen Psychopathen namens "Code-Killer" jagt. Dadurch zum Ruhestand gezwungen, wird Terry ein paar Jahre später von einer fremden Frau (Wanda de Jesus) kontaktiert. Er solle doch bitte den Fall ihrer ermordeten Schwester aufklären, denn das damalige Überleben von Terry steht in direktem Zusammenhang mit eben diesem Mordfall. Obwohl seine Ärztin Dr. Fox (Anjelica Houston) dagegen ist, nimmt Terry zusammen mit seinem Nachbarn Buddy (Jeff Daniels) die Arbeit auf. Schon bald scheinen erste Resultate erreicht. Doch irgendetwas geht nicht mit richtigen Dingen zu.
DVD-Rating
Die Wer-ist-der-Mörder-Frage ist in Bloodwork enttäuschend schnell beantwortet - Clint Eastwoods Film verfährt nach Regel Nr. 2 der Filmspezies "Mord und Totschlag": Ist der Mörder nach ¾ des Films nicht bei der Tat oder während den Ermittlungen identifiziert, so muss es jemand aus der Umgebung des Protagonisten sein. Den Schuldigen alsbald zu erraten ist gar zu leicht und zu simpel, dazu braucht man keine ¾ Filmdauer und das Drehbuch hält von A-Z nur wenig überraschendes bereit, als dass genügend Abwechslung für Verwirrung sorgen würde. In dieser Hinsicht ist jede Columbo-Folge interessanter und da weiss man ja gleich zu Beginn schon wer der Mörder ist (Regel Nr. 1...). Was macht also den Reiz von Bloodwork aus? Wahrscheinlich sieht man hier den Abschied von Eastwood als Actionhelden und knallharten Cop. Eastwood ist alt und das sieht man ihm auch an, also kommt die Rolle des kranken Ex-FBI-Mannes gerade recht. Seine Regieführung ist routiniert, schnörkellos, aber nicht besonders aufregend oder originell, ebensolches gilt für Brian Helgelands Script - seine Arbeit an L.A. Confidential war weitaus beeindruckender. Das Spiel von Eastwood ist ähnlich routiniert wie seine Regiearbeit, hie und da mit einem alten Dirty Harry-Blick ironisch gehalten. Die Co-Stars vermögen kaum in Erinnerung zu bleiben, auch nicht Jeff Daniels mit Dumb and Dumber-Frisur. Mehr als ein Durchschnitts-Krimi ist Bloodwork nicht und ohne Clint Eastwood wäre der Film wohl ein "TV movie of the week" geworden.
Auch an Extras geizt die DVD: bekannte Making-Of Szenen und Interviews sowie ein auf spanisch geführtes Interview und der obligate Trailer. Langweilig.
![]()
3.5 Sterne (25 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 15.04.2003
- Bildformat: 2.35:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Portugiesissch, Dänisch, Finnisch, Hebräisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch, Griechisch, Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Trailer; Original-Dokumentation "Making of Bloodwork"; Interviews mit Clint Eastwood, Wanda DeJesús und Paul Rodriguez.


