Blade 2 (2002)

Blade 2 (2002)

Oder: Untote dieser Welt, vereinigt euch!

Blade 2

Wie in den guten alten Zeiten...

Blade (Wesley Snipes) bildet eine unheilige Allianz mit seinen Erzfeinden, den Vampiren. Bei einem Experiment ist ein mutierender Vampirvirus in die Umlauf gekommen und wandelt mordend personifiziert in Nomak (Luke Goss) umher. Halb so schlim? Denkste! Denn Supervamp-Nomak bevorzugt nicht nur Menschlein zum Mittagessen, sondern verköstigt sich mindestens ebensogern an Vampiren. Und jeder Vampir, der sein Blut an Nomak lassen musste, verkommt selber zu einem Nomak-ähnlichen mutierten Vampir, netterweise Reaper genannt. Go go Gadget, mutate!

Blade 2

Ganz kaltblütig!

Blade führt also das Bloodpack - Elitesoldaten äh -vampire, ihm vom Obervampirguru Damaskinos (Thomas Kertschmann) zur Seite gestellt - in den Kampf um Gut, Böse und Böser. Trotz teaminterner Spannungen und Konfliktherden zwischen Humans und Nichtmehrsohumans ziehen die guten Bösen und die guten Guten gemeinsam in den Kreuzzug gegen eine exponentiell anwachsende Feindesmenge... Auf dass sich Dracula in seinem Sarg drehen möge!


Kinofilm-Rating

Und wieder mal war die Vorfreude gross, und die Enttäuschung umso grösser. War der erste Blade noch absolut stylish und frisch, so verkommt leider Blade 2 zu einem stinknormalen Abklatsch des Vorgängerfilms. Cooler Blade (nur halt um Jahre gealtert, schon mal an ein Lifting gedacht, Wesley?), noch coolerer kiffender Handlanger, altbekannte Freunde, und natürlich eine Unmengen von bösen, bösen (und auch gute) Vampire. Dass Blade dieses Mal mit den Vampiren zusammenspielen sollte, ist zwar ein netter Versuch frischen Wind in die altbackene Vampirgeschichte zu bringen.

Leider jedoch bleibts beim Versuch: Schon viel zu früh ist offensichtlich, wie das ganze Enden wird. Spannung? Nö. Dafür wird heiter und munter drauflosgehauen, gesäbelt, geballert; böse Vampire von guten Vampiren auf jede erdenkliche Art vernichtet. Und immer wieder hinkt die Logik: warum verglühen die toten Security-Guards - ihrerseits auch Vampire - nicht in gewohnter Blade-Manier?

Schauspielerisch gibts nicht viel zu beurteilen. Soundmässig dieses mal alles Richtung Heavy-Metal und Rock - die Queen der Verdammten lässt grüssen! Die Kulissen sind nicht auch nicht gerade das Rote vom Blut: zu 90% befinden wir uns in Gängen eines Abwassersystems (?) oder im Vampire-Underground. Da waren sie in Blade 1 einiges kreativer...

So, nun guck ich mir halt nochmals die erste Urversion. Vielleicht linderts die Enttäuschung ein bisschen... *sigh*

3.5 Sterne
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1.51.5
28.03.2002 / th