Below (2002)

Below - Da unten hört dich niemand schreien

Below (2002) Below - Da unten hört dich niemand schreien

Oder: U-Boot auf Abwegen

Below

Im Boot da ist was los...

Inmitten der Schrecken des Zweiten Weltkriegs erhält ein amerikanisches U-Boot den Auftrag, drei Überlebende eines versenkten Schiffes hinter den feindlichen Linien zu bergen. Kaum ist die Unglücksstelle erreicht und die Schiffbrüchigen sind aufgenommen, wird das U-Boot von einem deutschen Zerstörer unter Beschuss genommen. Eine gnadenlose Jagd beginnt, die die USS Tiger Shark immer tiefer in die Dunkelheit des Meeres treibt.

Below

...und bald kommt der schwarze Mann!

Doch schon bald bemerkt die eingeschlossene Besatzung, dass sich der Feind nicht nur an der Oberfläche befindet. Immer beklemmender und enger erscheint das Innere des schwimmenden Sarges, der die Besatzung in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele zu reissen droht.


DVD-Rating

David Twohy ist der Mann hinter Pitch Black. Sein darauf folgender Film Below ist eine Geistergruselstory und pendelt sich in ähnlichem B-Picture Niveau ein. Die Ausgangslage ist interessant: anstelle eines verwunschenen Hauses, Gebäudes oder Schlosses - von solchen Filmen gab es gerade in den letzten Jahren mehr als genug - spukt es im sowieso schon eingeengten und isolierten Bewegungsraumes eines U-Bootes (ohne langes drumherum, ich liebe U-Boot-Filme). Twohy gibt sich alle Mühe diesen Aspekt erfolgreich einzubauen, irgendwie hält ihn aber die Tatsache davon ab, die Geschichte verzweifelt voranzutreiben. Diese ist eine Mischung aus Geheimniskrämerei (sehr gut gelungen), übernatürlicher Rache (mässig) und gängigen U-Boot-Klischees (nicht neu, aber anständig umgesetzt).

Die Spannung bleibt erstaunlich hoch und die Vermischung der drei Erzählstränge (Boot, Rache, Geheimnisse) erzeugt ein kurzweiliges, recht temporeiches Filmvergnügen, nichts mehr, nichts weniger. Dass bei einem eher anspruchslosen Film die Charaktere stereotyp ausfallen, ist nicht verwunderlich. Und dass eine „B-Besetzung" (mit Ausnahme vom immer gern gesehenen Bruce Greenwood) nicht allzu viel aus ihren formelhaften Rollen rausholt ebenfalls. Die Gruseleffekte hält Twohy erstaunlich bedeckt, was dem Film eine mystische und meiner Meinung noch grusligere Note verleiht. Leider versauen er und sein Autorenteam das scheinbar unausweichliche Finale, ein bisschen mehr Originalität wäre hier schon angebracht gewesen.

Immerhin, Below, bei uns als DVD-Premiere erschienen, darf sich, wenn man nicht allzu viel erwartet und von der blödsinnigen und irreführenden, bei Alien abgekupferten Tagline „Da unten hört dich niemand schreien" abgesehen, wirklich sehen lassen. Die ein oder andere Gänsehaut ist garantiert und wie schon erwähnt: Kurzweiligkeit ebenfalls.

Die Bonussektion ist nur mässig ausgestattet: Die drei zusätzlichen Szenen kann man sich mit einem Kommentar des Regisseurs anschauen, das Making Of ist mit 12 Minuten kurz und knapp, aber durchaus ansprechend. Audiokommentar zum Film gibt's von Regie und Hauptdarstellern. Die Bildqualität der DVD ist bestechend und beispielhaft. Hohe Schärfe und gute Kontraste zeichnen den Transfer aus. Auch der Tonspur wird Genüge getan. Diverse Wasser- und Klopfeffekte werden stimmungsvoll aufgesplittet und im Dolby System verteilt. Den Subwoofer musste ich etwas zurückdrehen, da kommt mächtig Dampf raus.

2.7 Sterne 4.5 Sterne
2.7 Sterne (11 Bewertungen) | 2 Kommentare

3.53.5
30.12.2003 / Buena Vista (Inhalt), pb (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 24.11.2003

  • Bildformat: 1:1.85 (16:9)
  • Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte
  • Extras: Audio-Kommentar von Regisseur David Twohy und den Hauptdarstellern; Making Of; 3 zusätzliche Szenen.