Training Day (2001)

Training Day (2001)

Oder: "Das nächste mal spiele ich dann aber den Bad Cop!"

Training Day

Scharfer Typ.

Als frischer Abgänger der Polizeiakademie steckt man noch voller Tatendrang und Gerechtigkeitsinn. So auch der junge Jake Hoyt (Ethan Hawke): Er möchte in die Drogenspezialtruppe des LAPD aufgenommen werden. Deshalb wird er für einen Trainingstag (Aha!) mit Detective Alonzo Harris (Denzel Washington) - einer lebenden Legende in jeder Hinsicht - auf Streife geschickt. Ob er wohl stark genug für die harte Drogenszene ist?

Training Day

Good & Bad Cops

Jake erwartet einen routinemässigen Einführungstag mit beschränkter Action. Doch als nach der ersten Drogenrazzia Harris beginnt das soeben beschlagnahmte Beweismaterial zu rauchen, merkt Jake (denn er ist ein schlaues Bürschchen, jawoll!) schnell: Iiiirgendwas stimmt hier nicht! So realisiert er (wohl mindestens 25 Minuten später als alle Kinobesucher) dass der Good Cop eigentlich ein Bad Cop ist, ein Krimineller mit Polizeimarke.

Training Day

"Yo Man, gib mir den Rap!"

So verhält sich Harris alles andere als "richtig", während Jake nichts anderes übrig bleibt als im Hintergrund schwitzend dem Treiben zuzuschauen. Harris kennt kein Pardon und keine Gesetze und hat die Stadtviertel fest in seinem Griff: Die Kriminellen fürchten ihn, und er, er selbst hat nichts zu fürchten. Schliesslich ist er ja Polizist.

So muss sich Jake gegen Ende des Tages entscheiden, wie gut böse oder wie böse gut sein kann. Und eins ist klar: Es steht mehr auf dem Spiel als der tägliche Donut...


Kinofilm-Rating

Hier spricht die Filmpolizei: Sie haben das Recht diesen Film zu meiden, als tun' sie es!

Schade: Während Denzel Washington sonst eigentlich für gute Filme steht, hat er mit Training Day zünftig daneben gegriffen. Die Geschichte scheint von zahlreichen bekannten (und erfolgreichen) Kriminalfilmen abgekupfert. Doch die guten Szenen aus anderen Filmen produzieren aneinandergehängt leider nicht unbedingt auch einen guten Film. Visuel ist das Movie topp. Doch das Drehbuch von David Ayer (jaja, er ists, er, der The Fast and the Furious verbrochen hat!) ist zu vertraut und voraussagbar: Zu viele rassistische Vorurteile werden einem unter die Nase gerieben und zu viele unglaubwürdige Wendungen in der Geschichte rütteln am Kinobesucher. Training Day möchte allzugerne tiefgründig sein und kratzt dabei oberflächlich an Klisches rum. Schade.

Dabei ist Washington ein grossartiger Schauspieler (wiederhole ich immer wieder gerne). Seine Rolle als psychopatischer Polizist spielt er überzeugend. Leider gelingt dies Ethan Hawke nicht annähernd. Hauptsächlich weil seine darzustellende Person beinahe keinen eigenständigen Charakter aufweist und zu wenig auf der Leinwand zu sehen ist. Und "Good Cop" zu sein reicht halt nicht immer für genügend Sympatien. Sorry, gäll.

4.3 Sterne
4.3 Sterne (103 Bewertungen) | 13 Kommentare

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19.11.2001 / th

Training Day (2001)
Bewertung: 4.3 (103 Bewertungen)
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