The Tailor of Panama (2001)
Der Schneider von Panama
The Tailor of Panama (2001) Der Schneider von Panama
Oder: Bond ohne Specialeffects?
1999 - Die USA planen den von ihnen gebauten Panama-Kanal an Panama zurückzugeben.
London, MI6 - ... Nein, er ist nicht der Bond, sondern Andy Osnard (Pierce Brosnan) und nein, er bekommt seinen Auftrag nicht von M. Sein Chef ist diesmal irgendein naiver Typ, der ihn nach Panama abschieben will, weil Osnard dem MI6 nichts als Ärger beschehrt. Der Auftrag in Panama lautet: Informationen zu beschaffen, ob bei der Übergabe des Kanals alles mit rechten Dingen hergeht.
Mit Widerwillen reist Osnard nach Mittelamerika und schlägt sich nun im coolen Bondstil etwas durch die Gegend um erste Kontakte zu knöpfen. Das geeignete Opfer für schnelle Informationen scheint schon bald gefunden zu sein: Harry Pendel (Geoffrey Rush), ein Engländer mit einer schwarzen Vergangenheit und einer weissen Weste hier in Panama. Pendel scheint ein guter Fang zu sein: Er ist der beste Schneider der Umgebung und hat überall Kontakte zu den höchsten politischen Stufen, zudem arbeitet seine Frau Louisa (Jamie Lee Curtis) in der Kanalgesellschaft ... besser könnte es also nicht sein. Er war natürlich auch schlau genug nichts von seiner Zeit vor Panama Louisa zu erzählen und somit fällt die Erpressung für Osnard relativ einfach aus.
Natürlich werden gute Information von der britischen Regierung auch gut bezahlt. Dies wiederum lässt Harry als berüchtigter Geschichtenerzähler erst recht aufblühen. Er erfindet immer neue Geschichten, um an das Geld aus Europa zu kommen und ist sich keineswegs bewusst, was er damit auslöst. Osnard leitet alle Informationen an die britische Botschaft weiter, welche dem grossen Geheimtuer jedoch etwas misstrauisch gegenüberstehen, sich jedoch gezwungen fühlt, seine Order auszuführen, da ihnen sonst London auf die Pelle rückt. Die Sekretärin der Botschaft, Francesca (Catherine McCormack), findet ihn jedoch sexy - somit wären die Bettszenen auch im Kasten.
Alles in allem geht's dann so weiter: Harry erfindet Geschichtchen und fordert Geld, Osnard vermittelt und sahnt dafür ordentliche Gebühren ab, die naiven Oberbosse in England glauben und zahlen alles.
Kinofilm-Rating
The Tailor Of Panama ist - um es kurz zu machen - ein schlechter Bondverschnitt. Es gibt keinen Q mit all den Spielzeugen für den Geheimagenten, der Film hat eine bei den Haaren beigezogene Story, kaum Actionpotential und abgesehen von den paar coolen Sprüchen auch nicht viel humoristische Szenen. Schauspielerische Leistungen gibt es weder zu bemängeln noch zu loben.
Am besten gefiel mir, dass man ein paar Eindrücke von Panama erhielt: Lebensweise, Landschaften, Leute und so weiter. Wenn die Story einigermassen akzeptabel wäre, könnte man das ganze vielleicht noch als Dokumentarfilm einstufen ... doch das ist einfach nicht möglich. Aus dem Inhalt könnte man sicher etwas machen, aber bitte nicht so überspitzt, dass man das Gefühl hat die dargestellten Figuren hätten ihre Hirnfunktionen abgeschaltet.
Ich weiss gar nicht was noch schreiben soll ... der Film hat bei mir einfach keine Eindrücke hinterlassen (abgesehen von Panama). Also schaut euch lieber nach einem anderen Streifen um.
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3.1 Sterne (31 Bewertungen) | 5 Kommentare




