Save the Last Dance (2001)

Save the Last Dance (2001)

Oder: Lets dance! Yo Yo!

Save the Last Dance

*knurr*

Wer träumt schon nicht davon an der renomierten Balletschule Julliard studieren zu können? Zumindest wenn man dafür ein paar Voraussetzungen mitbringt, wie: man(n) ist weiblich, jung, hübsch und äusserst begabt (und weil ich nur 3 der 4 Voraussetzungen erfülle, tanz ich auch nicht Ballet). Doch Sarah Johnson (Julia Stiles) braucht sich eigentlich diesbezüglich keine Sorgen zu machen. Doch alles kommt anders: Auf dem Fahrt an eine ihrer Aufnahmeprüfungen verunglückt ihre Mutter tödlich. Sarah muss zu ihrem Vater Roy (Terry Kinney) nach Chicaco Downtown ziehen. Dieser, Jazz Musiker, lebt ärmlichen in einem der Schwarzenviertel.

Save the Last Dance

Cool... Man!

So lebt Sarah fortan nun als eine der wenigen Weissen in einem der Problemviertel Chicagos. Auch die Verhältnisse an der Schule sind nicht einfach, wen wunderts dass Sarah sofort auffällt und aneckt. So auch bei Derek Reynolds (Sean Patrick Thomas), den sie mit ihrer schlauen Antworten vor seiner Klasse blamiert. Glücklicherweise freundet sich Chenille (Kerry Washington) mit ihr an. Chenille, zufälligerweise Derek's Schwester und ledige Mutter, weit sie ins (schwarze) Leben ein.

Save the Last Dance

"Und eins-zwei-drei-eins-zwei-..."

Es dauert nicht lange, und Sarah findet gefallen am neuen Leben. Durch die Hip-Hop Musik findet sie schnell wieder Zugang in eine ihr vertraute und altbekannte Welt: das Tanzen. Derek - seines Zeichens ebenfalls Tanzwütiger - lehrt sie die wichtigsten Moooooves und Grooooves... Doch schnell wird aus der Leidenschaft zum Tanzen auch eine regelrechte Romanze. Dass da Neider nicht fehlen dürfen ist ebenso klar wie das unausweichliche Happy End: Derek's Ex, Nikki (Bianca Lawson), sprüht nur so von Eifersucht. Und sein Ghetto-Brotha Malakai (Fredro Starr) hätte es auch lieber, wenn Derek mal wieder mit ihm ein paar andere Gangster vermöbeln würde anstatt mit dem "White Trash" rumzutanzen.

Mit der neuen Lust am Tanzen kehrt auch Sarah's ursprünglicher Wunsch zurück: Ein Studium an der Tanzakademie. Doch ob die da auch Hip-Hop lernen...


Kinofilm-Rating

Wer bei Save the last Dance ein klischebehafter und einfacher Teenenager-Rassisum-"Ich verwirkliche meinen Traum"-"Amerikaner sind schon die Besten"-Film erwartet, lieg teilweise auch richtig. Es sind Teenager. Es geht um Rassismus. Und auch um Träume. Amerikanische Träume. Obwohl nicht der erste dieses Genres, vermag dieser Film mitzureissen. Denn anders als bei ähnlichen Filmen werden die angeschnittenen Rassenkonflikte kaum klischeehaft präsentiert, vielmehr steht die völkerverbindente Musik im Vordergrund.

So verwundert es auch kaum, dass der Film mit einem der besten Soundtracks aufwartet. Rhythm' and Blues meets Hip-Hop. Passend dazu die äusserst gut choreographierten Tanzszenen, seien es Ballet, Hip-Hop oder gar beides gleichzeitig.

Einziger Schwachpunkt: spätestens nach dem ersten Film-Drittel ist wohl dem hinterletzten Kinobesucher klar, wie der Film enden wird. Doch so schlimm ist das nicht: Man lasse sich dann einfach weiter mit guter Musik berieseln, und geniesse dazu den schöne Musicclip äh Film...

4.0 Sterne
4.0 Sterne (65 Bewertungen) | 10 Kommentare

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04.04.2001 / th