The Majestic (2001)
The Majestic (2001)
Oder: "man nehme..."
Peter Appleton (Jim Carrey), Drehbuchautor aus Hollywood gerät in die Mühlen der McCarthy-Kommunistenjagd und kommt auf die schwarze Liste. Er verliert nicht nur seinen Job, sondern nach einem Autounfall auch sein Gedächtnis. Ohne es zu wissen, beginnt er ein neues Leben in Lawson, einer beschaulichen Kleinstadt in Kalifornien. Dort nämlich halten ihn die Einwohner für einen seit Jahren vermissten Kriegshelden. Selbst dessen schöne Freundin Adele (Laurie Holden) macht es ihm leicht, seine neue "Identität" zu akzeptieren. Eine perfekte, wunderbare Lüge. Doch auf die Dauer obsiegt immer die Wahrheit...
DVD-Rating
Frank Darabont galt seit The Shawshank Redemption als sicherer Wert im US-Box Office. Trotzdem floppte The Majestic ganz gewaltig und sah das Licht der Filmwelt bei uns erst als DVD-Premiere. Der Grund für die schlechten US-Kasseneinnahmen dürfte wohl in der Verbindung zwischen Releasetermin, als die USA sich noch vom September-Schock erholten, und der ordentlichen Kritik an der unsäglichen McCarthy-Ära, liegen. Das Publikum mochte derartige Filme wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt nicht goutieren.
Die Story von The Majestic ist eine Mischung aus Sommersby (bzw. La retour de Martin Guerre) und etwas Cinema Paradiso, also bereits leinwandtauglich gemacht worden. Das déja-vu Erlebnis lässt leider während den zweieinhalb Stunden selten nach und Darabont vermag es auch nicht, der Geschichte einen wirklich frischen Touch zu verleihen. Ausserdem erscheint der pseudo-patriotische Anstrich gepaart mit der kritischen Vergangenheitsbewältigung zu aufgesetzt und arg gewollt. Die Szene vor dem Senatsausschuss ist so vorhersehbar wie das Schälen einer Banane und, bedenkt man die Machenschaften in diesen Hearings, richtig schön unrealistisch, daran vermag auch Carreys "speech of the year" kaum was zu ändern. Klebrig, klebrig. Trotzdem, der Film hat durchaus seine wirklich schönen Momente und verzückt Filmfans in seiner Hommage ans gute alte Kino. Und die kurzen Szenen zu Beginn und am Ende des Filmes, die Carrey als Drehbuchautor im Meeting mit den Produzenten zeigen, sind einfach herrlich. The Majestic kommt nicht an Darabonts vorherige Werke wie The Green Mile oder The Shawshank Redemption heran, aber wenn ein Beautiful Mind monatelang die Kinosäle fühlen kann, hätte es ein The Majestic eigentlich auch schaffen sollen.
Wer den eigens gedrehten Film im Film, bzw. den Auschnitt daraus in seiner ganzen Herrlichkeit sehen möchte, kann das dank dem Zusatzmaterial tun. Ebenso sind diverse zusätzliche Szenen enthalten, die allerdings nicht wichtiges zusätzliches Bildmaterial beitragen.
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4.4 Sterne (17 Bewertungen) | 8 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 22.10.2002
- Bildformat: 1:1.85 anamorph
- Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1) Spanisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch uvm. (Deutsch und Englisch für Gehörlose)
- Extras: Die komplette Szene aus dem Film im Film „Wüstenpiraten der Sahara“, zusätzliche Szenen, Szenenanwahl, Trailer.


