Madison (2001)
Madison (2001)
Oder: Eine Bootsfahrt, die ist lustig...
Madison, Indiana. Kleinstadt mit grosses Bootsrennen-Tradition - und am Rande der Rezession. Die Schifffahrtswege werden immer weniger lukrativ. Hart für eine Stadt, die von ihrem Hafen lebt. Der Stolz der Stadt ist das eigene Powerboat, die Miss Madison. Jim McCormick (James Caviezel), Leiter des Madsion Rennstalls, schafft es, den Gold Cup, das grosse Finale der Rennsaison, in die Provinzstadt zu holen.
McCormicks Sohn blickt zu seinem Vater, der bei einem Rennen schwer verunfallt ist, mit viel Bewunderung auf. Mit Leib und Seele ist er beim Bootssport dabei. Doch die Miss Madison ist eine alte Dame, weniger Power, mehr Sperrholz. Mit Hilfe seines Mechanikerteams und mit der Unterstützung der Stadt schafft es McCormick immer wieder, aus dem alten Boot ein valables Rennboot zu machen. Doch noch fehlen die 50'000 Dollar zur Durchführung des grossen Finales. Und auch das Boot benötigt seinen letzten Schliff.
Schafft es das Miss Madison Team eine ganze Stadt aus der Lethargie zu reissen?
DVD-Rating
Madison. Der amerikanische Traum. Man schafft alles, wenn man zusammenhält. Da gibt es die böse, überhebliche Konkurrenz. Die Familie, die an der Aufgabe zu zerbrechen scheint. Der Sohnemann, für den sein Vater Gott und Versager zugleich ist. Eine klebrig-süsse, altbekannte und vorhersehbare Geschichte. Auch wenn sie grundsätzlich auf wahren Begebenheiten fusst, so hat Regisseur William Bindley doch so einiges an zuckerhaltigem Zusatz hinzugerührt, dass einem das Zusehen fast vergehen könnte.
Zwar versucht man mit Einbezug des Solidaritätprinzip und einer drögen Familiengeschichte mehr als den normalen Sportfilm vom Gewinnen und Verlieren zu zeigen. Klappen tut das freilich nicht. Dazu ist das Ganze einfach zu oberflächlich, zu seicht und bieder - vor allem in der dramaturgischen Ausführung. Fünf Jahre blieb der Film in den Regalen des Studios, es war in der Tat die letzte Produktion von MGM als unabhängiges Studio, und das ist durchaus nachvollziehbar. Ausser den schönen Bildern hat Madison wenig zu bieten.
Der Allstarcast mit James Caviezel, Bruce Dern und Jake Lloyd (ja, der kleine Anakin aus Star Wars: Episode 3 bietet auch keine Höhepunkte. Caviezel ist eine wandelnde Schlaftablette und der kleine Jake, tja, der ist einfach, sorry, unbegabt wie Hafergrütze - das durfte er nun schon zur Genüge beweisen.
Fazit: Wenig unterhaltsamer Rennsportfilm; säuft ab wie ein leckes Boot.
Extras: Der kaum vorhandene Einspielerfolg zieht wie zumeist auch eine schwache DVD-Ausstattung mit sich. Das kurze Making Of als Mischung aus Doku und Film-PR gibt kaum mehr Einblicke, Schulterklopfen ist angesagt. Nett sind die Original-Fernsehaufnahmen von 1971, die allerdings auch während der Schlusstitel zu sehen sind.
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DVD-Infos
DVD erschienen am 02.06.2006
- Bildformat: 2.35:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Französisch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Holländisch, Türkisch, Griechisch, Hindi, Arabisch
- Extras: Making Of.



