Kiss of the Dragon (2001)

Kiss of the Dragon (2001)

Oder: Chinesische Gaumenfreuden in Paris

Kiss of the Dragon

Soviel zur französischen Küche...

Liu Jian (Bruce Lee äh Jet Li) wird vom chinesischen Geheimdienst nach Paris gesannt, wo er der französischen Polizei unter der Leitung von Richard (Tchéky Karyo) bei der Beschützung einer politisch wichtigen chinesischen Persönlichkeit assistieren soll. Doch sein Auftrag schlägt fehl: Richard nutzt die Gelegenheit um den zu Beschützenden zu töten und den Mord Liu anzuhängen. Liu enkommt jedoch Richards Häscher, zusammen mit einer Videokassette mit Überwachungsaufnamen die seine Unschuld beweisen. Bei Uncle Tai (Burt Kwouk) findet er Unterschlupf, um über sein weiteres Vorgehen zu Sinnen.

Kiss of the Dragon

"Wo ist denn hier das Fundbüro?"

Uncle Tai's Laden befindet sich in einem Vergnügungsviertel Paris', und so trifft Liu auf die Prostituierte Jessica (Bridget Fonda). Zufälle gibts: Jessica "arbeitet" für Richard, der ihre Tochter Isabel (Isabelle DuHauvelle) als Druckmittel unter Verschluss hält. Doch es kommt noch dicker: Jessica war ebenfalls am Tatort als der Mord geschah. Als Lui das Video während eines Zusammentreffens mit Richards Männern verliert und Jessica vor Richard schützt, werden die beiden ungewollt Partner:

Liu verspricht Jessicas Tochter zu befreien - unter der Vorausetzung dass Jessica ihm das Videoband zurückstiehlt und als Zeugin ausagt. Dass Richard weder Band noch Kind freiwillig rausrückt ist wohl jedem klar. Doch für Liu und seine Martial Arts sind selbst ein Raum voller Karateschüler, zwei deutsche blonde Pfundskerle in Militärstiefeln (Cyril Raffaelli und Didier Azoulay) und diverse Flics kein grosses Hindernis, Hauptsache er kann seinen Namen reinwaschen.


Kinofilm-Rating

Wenn Jet Li draufsteht, dann ist für genügend Action gesorgt. Auch in Kiss of the Dragon bleibt kein Knochen ganz, kein Bösewicht ohne Blessuren, keine Heldentat nicht vollbracht, keine Frau ungerettet...

Und wenn dann erst noch Luc Besson beim Drehbuch seine Fingern im Spiel hatte kanns ja nur noch gut kommen, richtig? Richtig. Zumindest teilweise: Die Story ist nicht unbedingt vielsagend und enthält einige Fragezeichen oder allzukomische Zufälle. Warum der korrupte Polizist den Mord unbedingt dem armen Liu anhängen will bleibt unklar, ebenso warum Jessica ihren Körper ausgerechnet vor Uncle Tai's Laden zur Schau stellt. Aber hey, für einen Actionfilm ist die Story ganz passabel wenn nicht gar gut.

Jet Li versteht es in allen Regeln der Künste seine Gegner zu malträtieren. Dies ganz ohne aufwändige Computer- oder Seiltechnik, was gerade nach Crouching Tiger, Hidden Dragon nicht mehr alltäglich ist. Sehr interessant auch seine "Interpretation" der asiatischen Akkupunktur!

Doch auch Tchéky Karyo als Bösewicht Richard spielt seinen Part gut. Gerade an dieser Rolle wird der Einfluss Besson's gut sichtbar, Léon lässt grüssen! Einzig die melodramatischen Momente mit Bridget Fonda hätte man locker sparen können. Will schliesslich ACTION sehen, nicht doofes Gesülze. Jawoll. ;)

Hong Kong Kino wie es ist und sein muss. Doch Vorsicht, nichts für schwache Gemüter, mit Blut und Gewalt wurde nicht gespart. Für die Liebhaber bleibt da nur zu hoffen, dass der Film ungekürzt in unsere Kinos kommt...

4.2 Sterne
4.2 Sterne (66 Bewertungen) | 9 Kommentare

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12.10.2001 / th