Hannibal (2001)

Hannibal (2001)

Oder: En Guete!

Hannibal

"Honey, I'm back!"

Zehn Jahre sind vergangen, seitdem FBI-Agentin Clarice Starling (Julianne Moore) ihren grossen Erfolg im Falle "Buffalo Bill" feiern konnte. Damals war es ihr mit Hilfe des im Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses für geistesgestörte Schwerverbrecher einsessenden Genies Dr. Hannibal Lecter (Meister Anthony Hopkins) gelungen, den perversen Serienmörder aufzuspüren. Doch Dr. Lecters Hilfe brachte ihr nicht nur Ruhm ein: Seit ihrer Begegnung mit Hannibal Lecter ist sie von ihm gleichermassen gefesselt wie traumatisiert.

Hannibal

Er lebt... noch!

Zehn Jahre sind vergangen, seitdem Lecter seine ebenso spektakuläre wie blutige Flucht aus dem Gefängis gelang. Nun bewegt er sich frei in Europa umher und führt ein wohlhabendes Leben als gebildeter Kurator im Florenzer Dante Museum. Und die ahnungslose Welt ist Lecter schutzlos ausgeliefert. Auch in Starlings Gedanken treibt Lecter weiterhin sein Unwesen. Selbst heute noch versucht sie jedem Indiz über Hannibals Versteck nachzugehen.

Hannibal

Nettes Candlelight Dinner zu 2½... *magenknurr*

Auch Mason Verger (Gary Oldman) gelang es nicht, Dr. Lecter zu vergessen. Kein Wunder, er als sechstes - und einzig überlebendes - Opfer Hannibals. Die Attacke des Kannibalen überlebte er zwar, doch sein Gesicht gleibt für immer entstellt. Als Erbe eines immensen Familienvermögens setzt er nun sein ganzes Geld zu einem einzigen Zweck ein: sich an Lecter zu rächen. Als eine von Starling geführte Festnahme einer Drogendealerin misslingt und Starling deshalb in die Schlagzeilen kommt, hat Verger sein für Lecter unwiderstehlichen Köder gefunden: Clarice Starling


Kinofilm-Rating

... und alle fragen sich: ist Hannibal ein würdiger Nachfolger für Manhunter (der beinahe unbekannte erste Teil der Trilogie) und The Silence of the Lambs? Dies zu beantworten bin ich leider nicht in der Lage. Ich tendiere eher zu einem NEIN, aber wäre auch für ein JA zu haben. Warum ich unschlüssig bin? In der Filmversion von Hannibal, die ich an der Pressevision gesehen habe, hängen in einigen (leider zu vielen) Szenen Mikros ins Bild. So kommt bei mir leider, leider das Kinofeeling nicht richtig auf. Statt sich etwas vormachen zu lassen, wird man durch die Mikrophone jäh in die harte bzw. aus Dr. Lecter's Sicht softe Realität zurückgeholt. Ich hoffe nur, die sind in der offiziellen Kinoversion nicht zu sehen!

Denn: Die Handlung ist ansich genial gut wie schon bei den Vorgängern. Schauspielerische Topleistungen, selbst Julianne "Foster" Moore hat die Clarice Starling-Rolle gut und glaubhaft übernommen. Sie ist zwar nicht Jodie Foster, aber mindestens ebensogut. Der Soundtrack passt perfekt zum düster-markabren Ambiente. Schnitt und Kameraführung stimmen ebenfalls - bis auf die erwähnten Mikros. Den Film selber habe ich mir allerdings sogar noch ein wenig brutaler *blutlechz* vorgestellt, doch einige Szenen und der Schluss im besonderen haben's in sich.

Hannibal zeigt seine Stärken gegen den Schluss hin. Was langsam und "normal" anfängt, wird am Ende irreal und grotesk. Wer sein Popcorn nicht vor den letzten 20 Minuten verspiesen hat, der wirds wohl nachher nicht mehr essen mögen. En Guete!

3.6 Sterne
3.6 Sterne (99 Bewertungen) | 25 Kommentare

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11.02.2001 / th